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Pließnitzkurier – Amtsblatt und Informationen der Stadt Bernstadt a. d. Eigen
Ausgabe 5/2026
Ortschaft Altbernsdorf a. d. Eigen
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Stellungnahme des Ortschaftsrates Altbernsdorf zum Thema „Energieversorgung und Erneuerbare Energien“ und den daraus resultierenden Folgen für die Gemeinde

Der Ortschaftsrat Altbernsdorf lehnt die Ausweisung weitere Vorranggebiete und dem nachfolgenden Ausbau von Windkraftanlagen ab. In unserer Diskussionsrunde haben wir folgende Punkte zusammengetragen, welche gegen den Ausbau sprechen.

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Die in verschiedenen Machbarkeitsstudien aufgezeigten Anlagen übersteigen bei Weitem die Aussagen von 2% der Fläche, welche zur Verfügung gestellt werden soll. Unsere Region „auf dem Eigen“ ist jetzt schon von mehreren Himmelsrichtungen des Blickes von Windkraftanlagen durchzogen.

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Völlig unverständlich ist und bleibt die Aussage, dass die bereits vorhandenen Flächen mit Windkrafträdern nicht in den prozentualen Anteil mit eingerechnet werden

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Die Gemeinden werden völlig unzureichend oder auch gar nicht in die Planung und Genehmigung mit einbezogen. Aber sie und ihre Bürger betrifft das Ausmaß ja unmittelbar. Auch die finanzielle Beteiligung aus Gewinnen ist für die Gemeinden „maximal überschaubar“.

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Der Ausbau ist ein massiver Eingriff in die Natur. Welche Folgeschäden es für Fauna und Flora gibt, ist bestenfalls zu erahnen. Der Landschaftsverschandelung werden „Tür und Tor“ geöffnet. Mit irreparablen Folgen. Nach ersten Forschungsergebnissen aus Brandenburg leiden vor allem die Wälder durch ein zusätzlich erzeugtes Ausdörren; verursacht durch die erzeugte Luftzirkulation.

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Nach wie vor herrscht eine große Unklarheit über die Strom Transferenz. Es wird scheinbar „wie wild drauf losgeplant und gebaut“. Profiteure von dieser Situation sind augenscheinlich nur Landbesitzer, welche ihre Grund- und Flurstücke zur Verfügung stellen und die ausführenden Baufirmen.

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Für die Anwohner bedeuten die Ausbauten viele zusätzliche negative Folgen: die Lärmbelästigung wird sich erhöhen, der Schattenwurf vergrößern. Das wird zur Entwertung und den damit verbundenen sinkenden Grundstückspreisen ein herziehen. Der Lebensqualität im Wohnbereich und im touristischen Kontext wird erheblich geschadet.

Der Ortschaftsrat stellt sich nicht prinzipiell gegen die Windkraft. Nur sollte dem Repowering von bestehenden Anlagen, der Zurechnung von bereits vorhandenen Flächen, einer umfassenden Haftungserschließung und rechtlichen Bestätigung bei Folgeschäden durch Betreiber und Besitzer und einer ordentlichen und verhältnismäßigen vertragsmäßig festgelegten Gewinnbeteiligung der Gemeinden eine fundamentale Betrachtung zugewiesen werden. In der jetzigen Fassung ist das nicht zu erkennen und auch nicht nach vollziehbar.

Ortschaftsrat Altbernsdorf,
Altbernsdorf a.d.Eigen, den 15.04.2026