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Amtsblatt der Städte Böhlen und Rötha
Ausgabe 6/2026
Stadt Rötha
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Liebe Röthaerinnen und Röthaer,

Benefizkonzert der Band Romantika

Mitbring-Brunch zum Muttertag begeistert Gäste in Mölbis

Begegnungen und Gespräche im Mittelpunkt

50 Jahre KARUSSELL: Musik, Erinnerungen und Begeisterung

Stefan Bobilow führt künftig die Stadtfeuerwehr

Feuerwehrnachwuchs erfolgreich ausgebildet

Vier Künstler, vier Visionen für Rötha

der Mai hatte, wie versprochen, einiges zu bieten, weswegen ich Ihnen gern kurz einen auszugsweisen Rückblick geben will. Beginnend vom Maibaumsetzen in Rötha und Pötzschau, dem Walpurgisfeuer in Oelzschau und schließlich dem großen Maifest in Espenhain – überall lockte es zahlreiche Gäste zu den vielen Veranstaltungen. Neu, aber von Beginn an beliebt und wiederholungsverdächtig, war diesmal der Mitbringbrunch zum Muttertag im Laubengang Mölbis. Zuvor begeisterten das Milchhausfest in Pötzschau und das Benefizkonzert der Röthaer Band Romantika mit guter, heimeliger Laune und vor allem für den guten Zweck. Ebenso erfreute sich das Geschwitz-Treffen großer Resonanz und bot Gelegenheit für zahlreiche Begegnungen und persönliche Gespräche. Danke einmal mehr an alle Beteiligten für die Organisation dieses gesellschaftlichen und geselligen Zusammenspiels.

 

  

 

  

 

Besonders erwähnenswert ist freilich auch das Jubiläumskonzert von KARUSSELL, welche mit den Röthaern in der Georgenkirche ihr 50jähriges Bühnendasein feierten. Ein tolles und in guter Erinnerung verbleibendes Ereignis.

 

In guter Erinnerung ist auch die Gründung der Kinder- und Jugendfeuerwehr Mölbis geblieben. Sie nahm zum 1. Februar des vergangenen Jahres formal ihre Arbeit auf und wurde auf dem Mölbiser Dorffest feierlich begrüßt. An dieser Stelle auch im Namen des Mölbiser Ortsvorstehers Tobias Thieme herzlichen Glückwunsch zum Einjährigen – mögen noch viele weitere Jahre und glückliche Momente folgen! Die Nachwuchsarbeit unserer städtischen Jugendwehren kann man gleichauf mit dem ehrenamtlichen Feuerwehrdienst generell gar nicht genug schätzen.

Am 25. April trafen sich unsere Kameradinnen und Kameraden im Rahmen der Hauptversammlung im Volkshaus. Insgesamt 113 ehrenamtliche Röthaer Feuerwehrleute an der Zahl waren aufgerufen, ihre neue Stadtwehrleitung für die kommenden fünf Jahre zu wählen. Der Stadtrat hat die gewählten Kameraden in seiner 26. Sitzung am 28. Mai bestätigt.

Ich darf dem Kameraden Hauptbrandmeister Stefan Bobilow zu seiner Wahl als neuen Stadtwehrleiter, sowie den Kameraden Oberbrandmeister Michael Patzwahl und Brandmeister Florian Sporbert zu ihrer Wahl als stellvertretende Stadtwehrleiter beglückwünschen. Alles Gute und stets ein glückliches Händchen bei der Führung und Unterstützung der Stadt- und Ortswehrleitungen! Nicht zuletzt möchte ich mich bei unserem Kameraden Brandinspektor Heiko Röser bedanken, welcher die letzten fünf Jahre die bedeutungsvolle und herausfordernde Aufgabe als Stadtwehrleiter innehatte. Die Feuerwehrwelt befindet sich kontinuierlich im Wandel und muss sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. Insbesondere die ehrenamtlichen Feuerwehren sind im kommunalen, aber auch gesellschaftlichen Gefüge von wertvoller Bedeutung und unersetzbar. Diesen Stand zu bewahren wird auch in Zukunft wichtige Aufgabe der Kommunalpolitik sein und mit aller gebotenen Fürsorgeverantwortung betrieben.

 

Ein weiterer Beleg für die gute Entwicklung und die professionelle Ausbildung innerhalb unserer Feuerwehren ist die mittlerweile bereits zum zweiten Mal in Oelzschau durchgeführte interkommunale Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehren. Die feierliche Übergabe der Ausbildungsurkunden an die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte am 26. April 2026.

 

Mein besonderer Dank gilt dabei unseren Oelzschauer Ausbildern, die mit großem persönlichem Engagement die Ausbildung absichern und damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft, Leistungsfähigkeit und Qualität unseres ehrenamtlichen Feuerwehrwesens leisten. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung.

Dass der Röthaer Feuerwehrdienst professionell und mit aller gebotenen Ernsthaftigkeit gewährleistet ist, zeigte – wenn auch in unglücklicher Art und Weise – die Alarmierung in der Grundschule Rötha am 8. Mai 2026. Hier war es versehentlich zur manuellen Auslösung eines Handmelders gekommen, was die gesamte Rettungskette ausgelöst hat.

Ebenfalls in der letzten Stadtratsitzung wurde unsere Kämmerin Frau Tina Frenzel zur Fachbediensteten für das Finanzwesen berufen. Eine wichtige, wenn auch gerade in Zeiten knapper Kassen nicht immer einfache Aufgabe, für die ich ihr viel Erfolg, die notwendige Weitsicht und stets ein glückliches Händchen im Interesse unserer Stadt wünsche.

Fürsorge – ein Thema, was uns auch bei zwei weiteren kürzlichen Ereignissen umtreibt. Lassen Sie mich die Beobachtung zu den verendeten Fischen aus dem Stausee Rötha nicht vertieft, dafür aber mit Versachlichung kommentieren. Die bei uns, der Umwelt- und Veterinärbehörde des Landkreises und der Polizei eingegangenen Meldungen werden selbstverständlich ordnungsgemäß geprüft. Im aktiven Austausch mit der Landestalsperrenverwaltung und dem Sächsischen Anglerverband darf ich dahingehend Entwarnung geben, als dass das Phänomen einerseits fachlich durch den akuten Sauerstoffmangel im Gewässer und den großen Fischbestand erklärbar ist und andererseits durch den Anglerverband bereits beseitigt worden ist. Es ist nicht auszuschließen, dass es erneut zu solchen Ereignissen kommt – sind sie doch in der Vergangenheit immer mal wieder aufgetreten, wenn verschiedene ungünstige, unbeeinflussbare Bedingungen wie Fischbestand, Alter der Fische, Temperatur, Blaualge und Sauerstoffgehalt zusammentreffen.

Das zweite Vorkommnis betrifft den „Radweg“ zum Störmthaler See, der eigentlich keiner ist, sondern formal ein Wirtschaftsweg, der nach wie vor als Bergbaufolge geführt wird. Wohlwissend, dass der Weg intensiv als Radweg genutzt und auch als solcher beschildert ist, ist die Eigentümerin LMBV hier in alleiniger Verantwortung und – auch das muss man ehrlicherweise festhalten – darf auch selbst entscheiden, wie die Nutzung des Weges erfolgt.

Ich kann hier nur um sorgsame und umsichtige Fahrweise bitten und Ihnen versichern, dass ich bereits (hoffentlich zielführende) Gespräche mit den Verantwortlichen aufgenommen habe.

Sollte die LMBV den Weg gänzlich sperren, wäre den Fahrradfahrern und Ausflüglern ganz und gar nicht geholfen.

Eine traurige Nachricht hat uns unterdessen sicher allesamt bewegt: Am 14. Mai 2026 trat unser Pfarrer i.R. Karl-Heinz Dallmann seine letzte Reise an. Genau an Christi Himmelfahrt vor 40 Jahren begann er seinen Dienst als Pfarrer hier bei uns und prägte ganze Generationen nicht nur von Gemeindemitgliedern, sondern im Grunde jeden ortsansässigen und regionalen Menschen.

Ich danke ihm, auch im Namen des Stadtrates, der Ortschaftsräte und der Stadtverwaltung sehr für sein eindrucksvolles und herzliches Wirken und wünsche seinen Angehörigen alles erdenklich Gute in dieser leidvollen Zeit.

Während ich diese Zeilen schreibe, findet der erste Röthaer Sandstein-Bildhauer-Wettbewerb statt. Vier ausgesprochen begabte Künstler arbeiten parallel an eigenen Entwürfen, die unter dem Motto „Wahrzeichen von Rötha oder 900 Jahre Rötha“ stehen. Eine Jury wird voraussichtlich am 6. Juni eine Skulptur auswählen, die dann auf dem Marktplatz ihren endgültigen Standort erhält. Die anderen drei Skulpturen verbleiben ebenfalls im Stadtgebiet und können von den Einwohnern und Gästen öffentlich besucht und bewundert werden. Wenn Sie meine Zeilen lesen, ist die Prämierung bereits beendet und die Platzierung der Skulpturen entweder erfolgt oder befindet sich in unmittelbarer Umsetzung.

 

Es erwarten uns erneut zahlreiche sommerliche Feste und Veranstaltungen – ein Blick in die bekannten Medien lohnt sich! Wir sehen uns.

Ihnen allen wünsche ich einen guten Start in den Juni und damit in den Sommer. Den Schulkindern und Familien wünsche ich erholsame Ferien und – falls geplant – schöne Urlaube.

Es grüßt Sie wie immer herzlich

Ihr Bürgermeister

 

 
Pascal Németh