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Amtsblatt der Stadt Böhlen
Ausgabe 8/2018
Stadt Böhlen
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Kammerchor geht in die zweite Runde

Die erste Hälfte der Konzertsaison liegt hinter dem Kammerchor Böhlen. Der März war hierbei eine schöpferische Zeit, vor allem wenn man auf die Aufführungen der „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach in Altmügeln und Zwenkau zurück blickt. Dieser chorsinfonische Höhepunkt wurde wieder in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Symphonieorchester erbracht.

Diese Konzerte waren ein großes Ereignis in der 70-jährigen Geschichte des Kammerchores Böhlen. Ja, der Kammerchor Böhlen kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken. Der Kammerchor geht aus dem Betriebschor des Böhlener Benzinwerkes hervor. Dieser wurde Ende 1947 – Anfang 1948 gegründet. Sein erstes großes Konzert hatte der Chor am 01.Mai 1948. Zu dem damaligen Repertoire gehörten vorwiegend zeitgenössische und politische Lieder sowie Volkslieder. Die Proben fanden anfangs im Saal des Gasthofes „Zur Eiche“ statt. Nach der Fertigstellung des Kulturhauses im Jahre 1952 probte man da. Die Proben finden auch noch heut, jeden Dienstag um 19.00 Uhr dort statt, zu denen sich gerne neue Sänger hinzugesellen können.

Die Entwicklung des Chores verlief mit Höhen und Tiefen. Der Chor erreichte in den 50-iger Jahren ein Leistungsniveau, das es ihm erlaubte, nicht nur an den damals üblichen Feiern in Böhlen mitzuwirken sondern auch an gesellschaftlichen Großereignissen. Reisen führten den Chor auch zu Volkskunstfesten u. a. nach Ungarn oder Polen. Nach der Wiedervereinigung musste sich der Chor auf eigene Füße stellen auf rechtlicher Basis eines Vereins. Er integrierte sich in den Böhlener Kulturverein e. V. und schloss sich dem Verbund Deutscher Konzertchöre an. Durch die Chorpartnerschaft mit dem Chor aus Böhlens Partnerstadt Vaulx-en-Velin hatte der Kammerchor die Möglichkeit mehrmals nach Frankreich zu fahren.

Ausgehend von klassischen Volksliedern erweiterte der Chor sein Repertoire schrittweise auf Kunstlieder, Motteten oder Passionen sowie Chorsinfonien. Meilensteine sind u.a. das Weihnachtsoratorium von Bach, Beethovens „Neunte Sinfonie“, das Requiem“ von Mozart oder Carl Orffs „Carmina Burana“.

Der Chor umfasst derzeit 49 Mitglieder. Die Leitung hat seit über 30 Jahre Andreas Moritz inne. Nach der Sommerpause stehen schon die nächsten Konzerte im September an. Es werden die „Nelson-Messe von Haydn sowie das „Gloria“ von Vivaldi eingeprobt. Das erste Konzert findet am 22.09.2018 um 17.00 Uhr in Schkeitbar statt und das zweite Konzert am 23.09.2018 auch um 17.00 Uhr in Brandis. Bei beiden Konzerten wird der Chor wieder vom Leipziger Symphonieorchester unterstützt. Das Konzertjahr endet jedoch dann erst im Dezember mit zwei Aufführungen des Weihnachtsoratoriums in Verbindung mit Vivaldis „Gloria“ in Belgershain und Groitzsch sowie zwei Weihnachtskonzerten in Böhlen und Markkleeberg-Großstädteln.