Auch der Februar zeigt sich wieder mit top Leistungen unserer Leichtathleten.
Am 10.02. ging es nach der Corona-Pause wieder nach Sachsen. Im Leipziger Paunsdorf Center fand ein ganz besonderer Lauf statt. Aber lest selbst den Bericht von Gerd Matalla.
Durch ein Einkaufszentrum. Wer lässt sich sowas einfallen? Die Strecke führt zum Teil durch den Einkaufsbereich, entlang der Läden vorbei an den Schaufenstern und Eingangstüren, manchmal knapp an Ständen vorbei. Der größte Teil ging aber draußen lang, neben den Einkaufszentren und durch das angeschlossene Parkhaus.
Der gemeine Läufer bevorzugt für seine Laufstrecken ja eher die Natur, durch den Wald, am See entlang oder durch sonstige schöne Landschaften. Die meisten meiden Straßen und bebaute Gebiete, wo immer es möglich ist.
Der prinzipienfeste Gesundheitsläufer, der vor asphaltierten Untergründen am liebsten umkehrt, sollte zu diesem Lauf hier nicht kommen! Der naturliebende Waldläufer würde uns einen Vogel zeigen.
Durch ein Einkaufscenter - das ist irgendwie das krasse Gegenteil des gepflegten Joggens durch Wald und Flur. Statt der Ruhe zwischen den Bäumen der Lärm einer Bahnhofshalle. Statt Vogelgezwitscher hallende Lautsprecherdurchsagen, die eher wehtun im Ohr. Dazu verläuft ein Großteil der Strecke durch das sonst von Autos vereinnahmte Parkhaus. Grauer Beton statt grüner Vegetation. Da wo sich sonst das Auge an einem dahinschlängelnden Waldweg erfreut, grenzen hier rot-weiße Flatterbänder einen Kurz auf dem Parkdeck ab.
Aber egal, wir wollten das. Wahrscheinlich, weil es so krass anders ist.
Erste Frage vor dem Lauf, was zieht man an. Drin in der Ladenstraße ist es warm, draußen knapp über Null. So gab es auch ganz unterschiedlich gekleidete Teilnehmer. Ich selber habe mich für ein langärmliges Shirt entschieden, wo ich die Ärmel hochziehen kann, dazu dünne Handschuhe.
Los gings, in kleinen Gruppen, da ja nicht alle mit einmal durch die enge Gasse in der Ladenstraße passen. Die war mit Kordeln extra abgesperrt.
Was sich wohl die Leute, die zum Einkaufen dort waren, gedacht haben? Die Reaktionen reichten von ungläubigen Blicken bis Klatschen. Viel Zeit war aber nicht, das zu beobachten. Die 500 Meter entlang der Läden waren schnell vorüber und man musste sich auf die engen Kurven konzentrieren. Dann ging’s raus und nach wenigen Metern hinunter in einen Kellergang unter dem Einkaufscenter. Als besonderen Spaß konnte man statt der Betontreppe, die runter führte, eine extra installierte Mattenrutsche nehmen. Voll der Spaß! Auf der anderen Seite dann allerdings doch die Treppe wieder hoch. Ein paar Meter gerade aus. Achtung, nicht in den Metallfüßen der Absperrzäune hängenbleiben! Jetzt kommt die Spirale hoch in das Parkhaus, heute für Autos gesperrt. Zweimal im Kreis rum, ziemlich steil, dann rauf auf die große Parkfläche. Eine von rot-weißen Flatterbändern gekennzeichnete mäanderförmige Strecke. Die harten Wenden jeweils am Ende kosteten zusätzlich Kraft. Ich weiß nicht, wie oft es hin und her ging bis endlich die Spirale mit der Abfahrt kam. Diesmal bergab. In Schräglage, möglichst innen bleibend, da runter. Ich habe nur gehofft, dass die Sohlen nicht wegrutschen. Unten angekommen dann etwa 400 Meter außen entlang des Centers bis es wieder hinein ging. Das war die erste Runde. Uff, jetzt noch drei Mal…
Nach geschafften vier Runden Glückshormone satt. Alle haben sich wiedergetroffen, beglückwünscht und sich gemeinsam gefreut. Wir waren über 10 Sportfreunde aus dem Raum Merseburg. Alle haben ihr Ziel erreicht. Dabei noch ein gesamt 4. Platz und drei Altersklassen-Siege.
Finisher-Medaille, Urkunde mit Ergebnis, Siegerehrung - es war toll organisiert. Wozu braucht man Natur zum Laufen?
Es war ein Riesen-Spaß!
Und trotzdem werden wir uns demnächst wieder am See treffen.“
Die Turbine Halle veranstalte nach der Corona Pause auch Ihren ersten Wettkampf.
Zur XVII. Indoor Hope waren wir zwar nur mit zwei Athleten, aber diese Beiden erzielten bei einem großen Starterfeld von ca. 400 Athleten respektable Ergebnisse.
Sebastian Trambow (M13) erkämpfte sich im 60 m-Sprint einen knappen 4. Platz.
Im Hochsprung (1,43 m) und Kugelstoßen (9,80 m) belegte zwei 3. Plätzen.
Emma Block (W12) versuchte sich beim Kugelstoßen und belegte wie auch im 800 m-Lauf einen guten Platz im Mittelfeld ihrer Altersklasse.
Im Hochsprung, ihrer Lieblingsdisziplin, sprang sie wieder über sich hinaus. Mit einer persönlichen Bestleistung von 1,30 m belegte Sie den 2. Platz.
Wir sind gespannt, was von beiden Athleten dieses Jahr noch zu erwarten ist.