Ja Ihr Lieben! Das Jahr 2025 war für mich ein aufregendes Jahr. Stellt Euch nur mal vor, mein Kopf war kaputt und mir fielen die Haare aus! Schnee und Regen drangen in mich ein. Schließlich bin ich schon alt und da kann das schon einmal passieren.
Aber zu meinem Glück gibt es die Kirchengemeinde und den INSEL e.V. Die wollten mir helfen wieder gesund zu werden. Also wurden fleißig Spenden für mich gesammelt. Das hat einige Zeit gedauert bis alles Geld zusammen war, denn meinen Kopf zu erneuern war teuer. 2025 war es dann endlich so weit und die Baugenehmigung wurde erteilt und der viele Papierkram war erledigt. Jetzt konnte es losgehen!!! Die Firma "Hasse-Bau" rückte mit ihren fleißigen Leuten an und ich bekam einen grauen Mantel aus Metall.
Stellt Euch vor, mir wurden die Haare entfernt und man konnte in meinen Kopf schauen! Oh welch ein Schreck!!! In meinem Oberstübchen stimmte etwas nicht. Da hatte sich doch tatsächlich ein Untermieter eingenistet mit Namen "Hausschwamm". Das ging natürlich gar nicht. Der musste auf schnellsten Wege verschwinden. Zu meinem Schreck hatte der schon beträchtlichen Schaden angerichtet, so dass man Balken austauschen musste. Das nahm natürlich viel Zeit in Anspruch.
Dann bekam ich endlich neue "Haare". Jetzt habe ich wieder eine sehr schöne Frisur. Auch die Leute vom Blitzschutz waren da und haben mir einen Schutz auf dem Kopf angebracht. Schließlich soll mir ja bei Gewitter nichts passieren.
Mit meinem Innenleben war es aber noch nicht so gut bestellt. Da war der Restaurator Herr Knüpfer gefragt. Herr Knüpfer hat sich sehr viel Mühe gegeben und alles wieder an Ort und Stelle repariert. Nun bin ich auch innen wieder ansehnlich. Mein Arbeitsmantel aus Metall von der Firma Voigt & Zerbe wurde mir nun wieder ausgezogen.
Durch die vielen Arbeiten war allerdings viel Schmutz angefallen. Ich fühlte mich dreckig. Das konnte so nicht bleiben, denn ich wollte ja Besucher empfangen. Was sollten die denn von mir denken? Und die Weihnachtszeit stand nun vor der Tür. Dank vieler fleißiger Helfer, die mit Eimer, Lappen, Staubsauger und Schrubber anrückten, war alles bald blitzblank. Vielen lieben Dank Ihr Fleißigen!!!
Es konnte nun endlich weihnachtlich geschmückt werden. Danke an die Spender des Tannengrüns und danke an Frau Friedrich, die mir einen wunderschönen Tannenbaum geschenkt hat. Ich glaube, ich habe noch nie so schön gestrahlt wie 2025. Viele Leute besuchten mich zum Adventsliedersingen. Es gab Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck und natürlich eine schöne Weihnachtsgeschichte. Zum Weihnachtsgottesdienst mit Krippenspiel kamen wie jedes Jahr viele Leute in meine heilige Halle.
Zum Neujahrsbeginn läuteten nun meine Glocken voller Dankbarkeit das Jahr 2026 ein. Gott sei Dank bin ich nun wieder gut behütet und freue mich auf viele Besucher.
Bei allen werde ich mich im April mit einem Frühlingsfest bedanken.
Mit Friedens-Leuten in Lunstädt
Wenn ab März immer am letzten Tag des Monats um 18 Uhr die Glocken in der Kirche von Lunstädt geläutet werden, geschieht dies aus einem bestimmten Grund:
Wir wollen darauf aufmerksam machen und uns dafür Zeit nehmen, an Frieden in der Welt zu erinnern und dafür zu bitten. Jedoch auch bei dem anfangen, wo wir etwas tun können - bei uns selber.
Wer dann im Ort die Glocken hört, kann sich dabei Zuhause eine Zeit für friedliche Gedanken nehmen oder eine Kerze anzuzünden.
Doch wir laden auch dazu ein, zu dieser Zeit ab 18 Uhr für ca. eine halbe Stunde in die Kirche zu kommen, um gemeinsam für Frieden zu bitten, Musik zu hören oder zu singen und unsere Gedanken friedlich auszurichten. Wir bieten diese Zeit an, weil wir davon überzeugt sind, das dies etwas bewirken kann - bei jedem, der sich immer wieder neu darauf einlässt. So können wir alle auf dem Weg zum Frieden zu Friedens-Leuten werden.
Nachahmung ausdrücklich erwünscht!