Im Canal Grande
Vor der Rialto-Brücke
Die Teilnehmer
50. Vogalonga in Venedig – 2023 nahmen vier von uns an der 47. Vogalonga in Venedig teil. Wir waren so begeistert, dass der Entschluss gefasst wurde, zur 50. Vogalonga noch mal mitzupaddeln. Dieses Mal sind wir mit 13 Personen in Venedig angereist. Maik Grimm vom WSC Arendsee organisierte die Teilnahme. Elf von uns erhielten die Möglichkeit, einen Platz in den sechs organisierten Drachenbooten zu ergattern. Mit den Black Pearls Ü30 aus Schwerin saßen wir gemeinsam im Boot.
Vogalonga – was ist das eigentlich? – Die Vogalonga (italienisch für „langes Rudern“) ist ein weltbekanntes, jährliches Wassersportereignis in Venedig. Bei diesem friedlichen Event steht nicht der Wettbewerb im Vordergrund, sondern die Freude am Rudern und paddeln und der Erhalt der venezianischen Bootstraditionen. Die Veranstaltung findet alljährlich am Pfingstwochenende (in der Regel am Pfingstsonntag) statt. Teilnehmen dürfen ausschließlich Boote, die mit Muskelkraft angetrieben werden. Dazu zählen Ruderboote, Kajaks, Kanus, Drachenboote, Stand-up-Paddles (SUPs) und traditionelle venezianische Boote. Der Kurs führt über eine Distanz von etwa 30 Kilometern durch die Lagune von Venedig. Der Start ist am bekannten Markusplatz, weiter geht es zu den Inseln Burano und Murano und am Ende durch den Canal Grande. Es gibt keine Zeitnahme und keine Gewinner oder Verlierer. Jeder, der das Ziel erreicht, erhält eine Medaille und eine Urkunde. Während des Events ist die Lagune für Motorboote weitgehend gesperrt.
Die Vogalonga wurde 1974 von einer Gruppe engagierter Venezianer ins Leben gerufen. Sie entstand als friedlicher Protest gegen das übermäßige Aufkommen von Motorbooten. Deren starke Wellenbewegungen schädigen bis heute die Fundamente der historischen Gebäude in Venedig. Das Event dient zudem dazu, die traditionellen, muskelbetriebenen Bootstypen der Lagune zu bewahren und wiederzubeleben.
Dieses Jahr zum 50. Jubiläum nahmen am Pfingstsonntag über 9900 Teilnehmer in mehr als 2200 Booten teil. Es war gigantisch, die vielen anderen Boote zu sehen und gemeinsam die Strecke zu meistern. Belohnt wurde man mit Einfahrt in den Canal Grande durch viel Applaus und Jubel der am Rand stehenden Menschen. Da war Gänsehaut vorprogrammiert. Auch die Durchfahrt unter der berühmten Rialto-Brücke war ein Highlight. Kurz davor regelten noch Taucher den „Verkehr“, damit es nicht zu Zusammenstößen oder Unfällen kam. Am Ziel Cannaregio-Kanal erhielt dann jeder Teilnehmer eine Medaille und Urkunde.
Für uns gab es noch einen Stopp an einer Pizzeria, wo wir uns wieder stärken konnten für die gut 10 Kilometer lange Überfahrt zum Festland nach Fusina. Am Ende des Tages waren wir also insgesamt gute 50 Kilometer gepaddelt.
Es war ein tolles Erlebnis.
„Glück Auf“