Ja, man kann als Außenstehender schon fast etwas durcheinanderkommen mit diesen beiden Orten, welche sich vor mehr als 12 Jahren eher zufällig kennenlernten und die seitdem eine feste Freundschaft verbindet. Beide Orte führen nicht nur die gleichen Tiere im Wappen, über die Jahre ließen sich immer mehr Gemeinsamkeiten feststellen. Während Zicken-, Verzeihung Ziegenrück, im Südosten Thüringens gelegen, mit zu den kleinsten Städten Deutschlands zählt, ist Reipisch, zu dem der Ort Frankleben und die Stadt Braunsbedra gehören, mit gut 200 Einwohnern ebenfalls sehr klein. Ziegenrück, auch die „Perle des Thüringer Meeres“ genannt, liegt direkt an der Saale. Reipisch hingegen liegt an der Geisel und außerdem am größten künstlich angelegten See Deutschlands, dem Geiseltalsee. Und wie unser Ort liebevoll genannt wird, sollte ja seit der Herausgabe unseres zweiten Buches hinlänglich bekannt sein. In beiden Orten kümmern sich der Fremdenverkehrsverein bzw. der Heimatverein in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Stadtverwaltungen sowie ortsansässigen Firmen und Sponsoren um das gesellschaftliche Miteinander, den Zusammenhalt der Bewohner, die Traditionspflege, die Verschönerung des Ortsbildes und um die Organisation unterschiedlicher kultureller Veranstaltungen. Aber auch mit Rat und Tat stehen wir uns gegenseitig zur Seite. So wurde zum Beispiel unsere Idee zur Finanzierung der Kosten für Pflastersteine auf dem Dorfplatz von der Ziegenrücker Stadtverwaltung aufgegriffen.
Auch kulturell gibt es viele Gemeinsamkeiten: Was den Ziegenrückern ihr Promenadenfest, ist den Zickenreip´schern ihr Kinder- und Heimatfest. Entenrennen und Zickenmarathon sind eine weitere Gemeinsamkeit.
Und während die glücklichen Gewinner der Reip´scher Tombola demnächst für ein Wochenende die „Perle des Thüringer Meeres“ besuchen freuen wir uns, im „Beverly Hills des Geiseltals“ auf die strahlenden Gewinner des 16. Ziegenrücker Entenrennens.