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Bote des Geiseltales - Heimatzeitung der Stadt Braunsbedra
Ausgabe 9/2026
Aus dem Rathaus
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Freiwillige Feuerwehr Braunsbedra: Gemeinsam für Sicherheit und Zukunft

KI generiert

 

 

 

 

 

  

30 Jahre Jugendfeuerwehr, eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, warum Nachwuchs für die Feuerwehr unverzichtbar ist

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind in den vergangenen Jahren vielfältiger und anspruchsvoller geworden. Neben Bränden und technischen Hilfeleistungen kommen neue Herausforderungen hinzu. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Menschen zu finden, die neben Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen Zeit für ein Ehrenamt haben.

 

Das zeigt sich auch bei den Einsätzen in unserer Stadt. Langanhaltende Trockenperioden erhöhen die Gefahr von Flächen- und Ödlandbränden. Erst im vergangenen Monat musste die Feuerwehr Braunsbedra zweimal zu Bränden am Geiseltalsee ausrücken. Dabei standen jeweils rund 10.000 Quadratmeter in Flammen. In beiden Fällen wird Fahrlässigkeit, beispielsweise eine achtlos weggeworfene Zigarette, als mögliche Ursache vermutet. Solche Brände gefährden nicht nur die Natur, sondern können sich schnell zu einer Gefahr für Menschen, Gebäude und Infrastruktur entwickeln.

 

 

 

  

Auch die Technik stellt die Einsatzkräfte vor neue Anforderungen. Elektromobilität erfordert spezielle Kenntnisse bei Rettung und Brandbekämpfung, moderne Einsatzfahrzeuge umfangreiche Ausbildung und Erfahrung. Ein Großtanklöschfahrzeug mit 17.000 Litern Wasser sicher zu bedienen, ist ebenso verantwortungsvoll wie der Einsatz einer Drehleiter.

 

Wie wichtig erfahrene Einsatzkräfte und gutes Zusammenspiel sind, zeigte auch die aufwendige Rettung zahlreicher Personen von einem manövrierunfähigen Fahrgastschiff auf dem Geiseltalsee. Neben Feuerwehr und Technik war dabei insbesondere die Unterstützung der Schiffscrew entscheidend.

 

Nachwuchs ist die Zukunft

Deutschlandweit stehen vor allem kleinere Ortsfeuerwehren vor einer großen Herausforderung: Es fehlt zunehmend an Nachwuchs. Wo nicht genügend neue Mitglieder gewonnen werden, kann langfristig die Einsatzbereitschaft gefährdet sein. Umso wichtiger ist eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit.

 

In Braunsbedra wurde dafür bereits vor 30 Jahren die Jugendfeuerwehr gegründet. Heute zeigt sich eindrucksvoll, wie wichtig diese Entscheidung war: Rund 80 Prozent der derzeit aktiven Einsatzkräfte waren selbst einmal Mitglied der Jugendfeuerwehr.

 

Hier lernen Kinder und Jugendliche weit mehr als Feuerwehrtechnik. Sie erfahren, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich aufeinander zu verlassen und gemeinsam für andere einzustehen. Viele ehemalige Mitglieder sind heute nicht nur in Braunsbedra, sondern auch in den Einsatzmannschaften der Ortsteile aktiv. Die Jugendfeuerwehr ist damit eine tragende Säule des Brandschutzes in der gesamten Stadt.

 

Ein besonderer Dank gilt deshalb den Ausbilderinnen und Ausbildern. Mit viel Zeit, Geduld und Engagement vermitteln sie Wissen und fördern gleichzeitig Gemeinschaftssinn, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Ehrenamtes.

 

30 Jahre Jugendfeuerwehr, ein Grund zum Feiern

Dieses besondere Jubiläum wird im September mit einem großen Fest gefeiert. Aktuelle und ehemalige Mitglieder treten bei einer Spaßolympiade gegeneinander an. Darüber hinaus warten an diesem Tag noch einige Überraschungen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

30 Jahre Jugendfeuerwehr bedeuten drei Jahrzehnte voller gemeinsamer Erlebnisse, Ausbildung und Kameradschaft. Zahlreiche Kinder und Jugendliche haben hier ihre ersten Erfahrungen mit Feuerwehr und Technik gesammelt. Viele sind ihrer Feuerwehr bis heute treu geblieben und engagieren sich inzwischen aktiv für die Sicherheit der Bevölkerung.

 

Mitglied in der Jugendfeuerwehr zu werden, lohnt sich daher in vielerlei Hinsicht. Aus einem spannenden Hobby kann eine erfüllende Aufgabe entstehen, und aus ersten gemeinsamen Übungen können Freundschaften und eine lebenslange Verbundenheit mit der Feuerwehr wachsen.

 

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Braunsbedra hoffen deshalb, auch künftig viele Kinder und Jugendliche für die Jugendfeuerwehr begeistern zu können. Denn moderne Technik ist wichtig – aber die Feuerwehr braucht vor allem Menschen, die Verantwortung übernehmen, zusammenhalten und füreinander einstehen.

Gut Wehr!

Carolin Schier