300 Jahre Spreewaldhaus: Amtsdirektor Tobias Hentschel (l.) gratulierte ebenso, wie Landrat i. R. Harald Altekrüger mit Ehefrau (r.), die das Projekt der IG Bauernhaus, Außenstelle Spreewald, immer sehr gern unterstützt hatte. Der Verein um die Vorsitzende Petra Schulz (mi.) hatte im September zum Fest ins Annemarie-Schulz-Haus auf dem Schlossberghof eingeladen.
Amtsdirektor Tobias Hentschel begrüßte Dania Urban (l.) zum Start ihrer Ausbildung im Amt zur Verwaltungsfachangestellten, Fachrichtung Kommunalverwaltung. Gleichzeitig gratulierte er Kerstin Hampusch (r.) zur abgeschlossenen Ausbildung. Sie ist aktuell in der Amtsverwaltung im Außendienst tätig.
die jüngsten Landtagswahlen in unseren Nachbarbundesländern haben gezeigt, dass politische Entwicklungen oft schneller wirken, als man denkt. Man könnte meinen, dass auch die Brandenburger Landesregierung nun Prozesse beschleunigt und Bürokratie abbaut. Tatsächlich passiert im Land seit der letzten Wahl mehr, als in den Medien sichtbar wird: Rundschreiben, Runderlasse und Verordnungen wurden in mehreren Ministerien gestrichen, und nach der Novellierung des Baugesetzbuches wurde – fast lautlos – die Brandenburgische Bauordnung angepasst.
Da der „Durchschnittsbürger“ nicht jede Woche einen Bauantrag stellt, bleiben diese Veränderungen meist unbemerkt. Für Architekturbüros und Bauunternehmen hingegen eröffnen sie spürbare Erleichterungen. Das Ziel ist klar: Verfahren sollen schneller werden. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das in der Praxis zeigt.
Auch die Haushaltsaufstellung des Landes steht unter dem Eindruck großer Sparbemühungen und einer angespannten politischen Stimmungslage. Daher wurden die Eckpunkte für die Zuweisungen an Landkreise, Städte und Gemeinden gemeinsam vom Landkreistag und dem Städte- und Gemeindebund verhandelt – ein Zeichen dafür, dass Kommunen und Landkreise weiterhin als tragende Säulen des Landes gesehen werden. Von diesen Schlüsselzuweisungen hängt letztlich auch unsere eigene Haushaltsplanung ab. Dieses Ringen findet nicht nur in den Verwaltungen statt, sondern vor allem durch die gewählten, ehrenamtlichen Mitglieder in Kreistag, Gemeindevertretungen und Amtsausschuss.
Bei vollen Kassen regiert es sich leicht. Bei knappen Kassen kommt es umso mehr darauf an, sich mit Respekt zu begegnen, Argumente zu verstehen und auch übergeordnete Notwendigkeiten zu akzeptieren.
Oft wird der Bund in der öffentlichen Debatte nur durch Negativschlagzeilen wahrgenommen. Dabei gibt es auch positive Beispiele: Das sogenannte Sondervermögen – über drei Millionen Euro allein für unsere sechs Gemeinden – fließt über die Länder zu uns. Unsere Gemeinden haben sich auf Eckpunkte verständigt, die keine Schnellschüsse zulassen, sondern eine bedachte und nachhaltige Verwendung der Mittel ermöglichen. Die Gelder werden ausschließlich im investiven Bereich der Gemeinden eingesetzt; eine Umschichtung zum Amt oder zum Trink- und Abwasserzweckverband erfolgt nicht. Neu ist, dass der Bund erlaubt, diese Mittel mit weiteren Fördertöpfen zu kombinieren. Das eröffnet zusätzliche Chancen. Die Haushaltsberatungen in den Gemeinden finden in öffentlichen Sitzungen statt, einige Gemeinden haben sogar ihre Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, Ideen für die Verwendung einzubringen.
Dass sich Geduld und Beharrlichkeit lohnen, zeigen Schmogrow-Fehrow/Smogorjow-Prjawoz und Briesen/Brjazyna eindrucksvoll. In Fehrow/Prjawoz wurde das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht, und nun kann das benachbarte Sportlerheim zum Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet werden – dank einer weiteren Förderung. In Briesen/Brjazyna wurden Fördermittel für den Umbau der Feuerwehr bewilligt; ein Projekt, das ursprünglich mit Eigenmitteln und Kredit finanziert werden sollte. Es ist also manchmal nicht so schlecht, auf den richtigen Augenblick für eine Investition zu warten, um letztendlich eigene Ausgaben zu vermeiden oder Kredite zu reduzieren.
Ein neues Format feierte in Dissen/Dešno Premiere: das Backofenfest. Bei bestem Wetter war die ganze Region neugierig. Die Backöfen liefen im Akkord, und dennoch waren Kuchen, Pizza und Brot im Nu vergriffen. Die Romantik der „Romantischen Nacht“, aus deren Anlass das Fest eigentlich schon im Juni stattfinden sollte, wegen Hitze aber abgesagt wurde, kam vielleicht etwas zu kurz – aber für einen ersten Aufschlag war es ein voller Erfolg.
In Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) fand am letzten Septemberwochenende der Superkokot statt, organisiert durch die Domowina. Dorian Urban hatte mit seinem Sieg in Papitz im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass die Ausrichtung nach Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) kommt. Es ist schön zu sehen, wie diese Tradition weiterentwickelt wird und wie sich die Jugend der Region trifft, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und neue Ideen zu schmieden.
Auch 2027 wird der Superkokot in unserem Amt stattfinden: Timo Kissel hat für Schmogrow-Bahnhof den Titel geholt.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Schmieden Ihrer eigenen Ideen.