Titel Logo
Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald)
Ausgabe 11/2019
Titelseite
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

550 Jahre Guhrow ... Feiern Sie mit uns!

Natürlich wurde noch am Abend in der Festbroschüre geblättert. (Fotos: K. Möbes)

Ralf, Heike und Jane begleiteten den Abend musikalisch mit bekannten deutschen und internationalen Liedern, die vielfach mitgesungen wurden.

Guhrow ist die kleinste Gemeinde im Amt und auch die jüngste. Am 14. und 15. September feiert sie ihre urkundliche Ersterwähnung vor 550 Jahren mit einem Festwochenende. Im August wurde bereits die Festbroschüre im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt.

Im Sportlerheim waren alle Stühle besetzt, weitere mussten sogar herangeschafft werden. "Das gab es hier wirklich schon lange nicht mehr", freute sich Bürgermeisterin Kerstin Jaser. Die Guhrower waren neugierig auf die angekündigte Chronik ihres Heimatdorfes. Kerstin Jaser blätterte durch die Broschüre und die Kapitel vor, angefangen von Festen und Bräuchen über die Landwirtschaft, das dörfliche Handwerk, Brände und Katastrophen bis hin zum Vereinsleben gestern und heute. Die Chronik erzählt davon, wie aus alten Sandwegen ein schönes Straßennetz wurde, sie erinnert an die Spreewaldbahn und an die erste Schule, die sich 1828 in einem Fachwerkbau befunden habe. Im größten Raum der Lehrerwohnung sei der Unterricht abgehalten worden. Erinnert wird auch an wichtige Persönlichkeiten des Dorfes wie Sanitätsrat Fröhlich, Hebamme Grabia oder an die langjährige Bürgermeisterin Erna Koppermann. Letztere hat sich die Vorstellung der Chronik natürlich nicht entgehen lassen, hatte sie doch selbst neben rund 20 weiteren Autoren und Fotografen zum Gelingen beigetragen.

Bürgermeisterin Kerstin Jaser bedankte sich bei allen Beteiligten mit einer Rose und übergab den Unterstützern, wie Helmut Geissler von der Teichland-Stiftung und Sonja Gläser von der Sparkasse Spree-Neiße die ersten Exemplare. Dann endlich durften auch die Guhrower ihre Festbroschüre erwerben. Manchmal wurden gleich mehrere Exemplare für Freunde und Verwandte mitgekauft.

Festwochenende

„Auf das Jahr 1469 geht es zurück, dass unser zwischen Wiesen und Sumpf etwas erhöht gelegener kleiner Ort ‚Guhrow‘, im Wendischen ‚Gory‘, erstmals in einem Dokument benannt wurde“, schreibt Bürgermeisterin Kerstin Jaser in ihrem Grußwort der Festbroschüre. Seit 2017 bereiten sich die Guhrower auf das Festwochenende vor. Das Festkomitee traf sich dazu regelmäßig, um ein familiäres, aber abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Das traditionelle Hahnschlagen für Jung und Alt sollte Bestandteil sein. Am Samstag darf man über acht geöffnete Höfe schlendern und dabei altes Handwerk und Kunst entdecken. Ein tolles Programm mit Musik, Tanz und Überraschungen bringen die Guhrower am frühen Abend auf die Bühne. Am Sonntag dürfte der Festumzug der Höhepunkt sein. In über 40 Bildern wird die Guhrower Geschichte erlebbar gemacht. Das Programm finden Sie auf Seite ...