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Burger Spreewald Zeitung - Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald)
Ausgabe 2/2026
Aktuelles
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Schulstandort wird zukunftsfest gemacht

So könnte der neue Eingangsbereich der Grund- und Oberschule einmal aussehen. In der Mitte, anstatt des alten Speiseraumes, der im Februar abgerissen wird, soll ein Anbau entstehen.

An Burger Grund- und Oberschule beginnen umfangreiche Baumaßnahmen

Der Abriss des ehemaligen Speisesaales wird das deutlichste Zeichen für die im Februar beginnenden, umfangreichen Bauarbeiten an der Grund- und Oberschule „Mina Witkojc“ in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota). Bis zum Jahresende stehen Schule und Bauleute vor besonderen Herausforderungen.

„Zukunftssicherung des inklusiven Grund- und Oberschulzentrums Mina Witkojc“ heißt die Maßnahme, die in mehreren Bauabschnitten durchgeführt und vom Land Brandenburg im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogramms „KIP II – Bildung – Schule“ gefördert wird.

Vorausgegangen waren zahlreiche Planungen und Umplanungen, um bestmögliche Bedingungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu schaffen. Sich verändernde Schülerzahlen machten in den letzten Jahren bereits kurzfristige Lösungen notwendig, die sich in der nun beginnenden Baumaßnahme widerspiegeln werden. So wurden bereits Lehrerzimmer und Sekretariat zu Klassenzimmern umgebaut und ein Container für den Verwaltungsbereich und das Lehrerzimmer aufgestellt.

Nun startet im Februar der erste große Bauabschnitt mit dem Abriss des ehemaligen Speisesaals und der umfassenden Sanierung von Haus 2 (ehemals Flex-Gebäude). Dabei werden die haustechnischen Leitungen von Strom bis Wasser erneuert, die Räume und Flure erhalten neuen Bodenbelag; es wird gemalert, und es werden Brandschutztüren zum Treppenhaus eingebaut. Die Fassade und das bereits neugedeckte Dach werden wärmegedämmt. Zudem wird der Grundriss optimiert, in dem kleinere Klassenräume zu größeren zusammengefasst werden. Zum Schulhof entsteht ein neuer Ausgang. Im Laufe des Jahres startet dann auch der 2. Bauabschnitt, der Haus 1 (Oberschule) betrifft. Die Fassaden- und Dachsanierung, inklusive Wärmedämmung, macht den größten Teil aus. Daneben werden Klassenräume renoviert, Leitungen erneuert, Sicherheitstüren eingebaut und die Beleuchtung auf LED umgestellt.

Die Bauarbeiten stellen eine große Herausforderung für den Schulbetrieb dar und werden mit der Schulleitung koordiniert. So sollen lärmintensive Tätigkeiten, wie Bohr- und Stemmarbeiten, nach Möglichkeit außerhalb der Unterrichtszeit erfolgen und auch Ferienzeiten gut genutzt werden.

„Ziel muss es sein, in den sechs Wochen Sommerferien die Räume der mittleren Etage zu renovieren, um den Grundschulbetrieb ab September sicherzustellen. Für die Schülerinnen und Schüler in diesen Räumen haben wir sonst keine Ausweichmöglichkeiten“, sagt Schulleiter Markus Mandel.

Zirka 1,9 Millionen Euro kostet der erste Bauabschnitt; rund 2,3 Millionen Euro sind für den zweiten veranschlagt, beide gefördert zu 57,84 Prozent aus KIP II.

Für den dritten Bauabschnitt ist die Planung fast abgeschlossen. Dieser beinhaltet den Neubau des Eingangsbereiches mit Verwaltungstrakt an der Stelle des alten Speiseraumes. Der geplante Umzug der Spreewaldbibliothek in die Schule ist gestrichen, da die Schule neue Bedarfe angemeldet hat, die eine Neuplanung erforderlich gemacht hatten. In diesem Rahmen wird auch an der Barrierefreiheit der Schule gearbeitet, u. a. durch den Einbau eines Fahrstuhls.

Auch im Außenbereich der Schule sind einige Maßnahmen geplant, wie abschließbare Fahrradstellplätze. Wann der 3. Bauabschnitt beginnen kann, ist noch offen. Ein Förderantrag soll gestellt werden.

Wichtiger Hinweis

Für die Baustelleneinrichtung wird die straßenseitige Grünfläche an der Bahnhofstraße hergerichtet.

Die Bushaltestelle Schule wird für die Zeit der Baumaßnahme in Richtung Turnhalle verlegt. Vor der Schule gilt ein absolutes Halt- und Parkverbot.

Eltern und Großeltern werden gebeten, sich auf die geänderte Verkehrssituation einzustellen. (möb)