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Burger Spreewald Zeitung - Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald)
Ausgabe 2/2026
Aktuelles
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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

Amtsdirektor Tobias Hentschel.

Das Winterwetter Anfang Januar wurde zum Rodeln, wie hier am Bismarckturm, Schlittschuhlaufen oder ausgiebige Spaziergänge genutzt.

das neue Jahr hat begonnen und unsere Spreewalddörfer präsentierten sich gleich zu Jahresbeginn in einem eindrucksvollen Winterkleid. Viele Kinder und Erwachsene nutzten die Gelegenheit: beim Rodeln auf den „Rodelbergen“, beim Eislaufen auf dem Willischzasee, beim traditionellen Frostwiesenlauf oder bei einem Winterspaziergang – für jeden war etwas dabei.

Auch wenn es kein durchgehend strenger Winter mit zugefrorenen Fließen war, lohnt es sich, die wenigen Tage zu nutzen, an denen in unserer Region Wintersport möglich ist. Dank zahlreicher Sponsoren und des Engagements eines örtlichen Wirts konnte bis zum 4. Januar wieder auf dem Festplatz in Burg Schlittschuh gelaufen und Eisstock geschossen werden. Auch ohne Schlittschuhe bot das Eisstockschießen eine schöne Möglichkeit, gemeinsam mit Familie oder Freunden aktiv zu sein. Vielleicht können wir uns auch in diesem Jahr erneut auf eine Eisbahn freuen – ich drücke die Daumen.

Viele Menschen waren in diesen Wochen jedoch auch auf sichere, eis- und schneefreie Wege angewiesen: Kinder auf dem Schulweg, Seniorinnen und Senioren beim Einkaufen, Zustelldienste und nicht zuletzt die Müllabfuhr. In unserem Amt regelt die Ordnungsbehördliche Verordnung sehr klar die Räum- und Streupflicht zwischen 7 und 20 Uhr. An entsprechenden Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzungen arbeiten unsere Gemeinden derzeit; in Dissen-Striesow/Dešno-Strjažow gibt es eine solche bereits.

Ein Blick in die jeweilige Satzung – www.amt-burg-spreewald.de (Bürgerservice, „Satzungen & Verordnungen“) ist daher empfehlenswert, denn auch in diesem Winter gab es Grundstücke, vor denen Wege nur eingeschränkt nutzbar waren.

Die Bürgerinnen und Bürger werden bei uns nicht durch Winterdienstkosten der Gemeinden direkt belastet, tragen jedoch in vielen Straßen die Verantwortung für das Räumen und Streuen.

Deshalb möchte ich an die Verantwortung von Hauseigentümern appellieren und auch Mietparteien ermutigen, mal selbst einen Schneeschieber in die Hand zu nehmen oder den Weg vor der Haustür zu streuen, bevor man auf den Hausmeisterdienst wartet, der an solchen Glättetagen wie Anfang Januar nicht überall zugleich sein kann. Dieses Verantwortungsbewusstsein würde sicher auch dazu beitragen, dass bei Glättewarnungen nur halb so viel Panik verbreitet wird. Es gab ja schließlich auch früher schon Schnee- und Eisglätte, als es noch kein Homeoffice gab, und ohne dass die Schule ausfiel.

Herausfordernd war in den vergangenen Wochen auch die politische Lage im Land Brandenburg. Die Zusammenarbeit der Regierungsparteien SPD und BSW erwies sich als nicht mehr tragfähig. Für die dringend anstehenden Aufgaben bleibt zu hoffen, dass bald wieder stabile Verhältnisse hergestellt werden.

Oft höre ich Kritik an politisch Verantwortlichen. Wer Veränderungen anstoßen möchte und bessere Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit kennt, ist herzlich eingeladen, sich in Parteien, Vereinen oder anderen Organisationen einzubringen und aktiv mitzuwirken.

Von besonderer Bedeutung für unsere Region ist in diesem Jahr die Wahl des Landrats im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprejwja Nysa am 8. März (Stichwahltermin 22. März). Sie entscheidet darüber, wer unseren Landkreis in den kommenden acht Jahren führt – als Krisenmanager, Vermittler zwischen Verwaltungen, Ansprechpartner für Wirtschaft und Verbände sowie als Stimme gegenüber dem Land. Mein Dank gilt allen Kandidaten, die bereit sind, Verantwortung für unsere Heimat zu übernehmen.

Ich möchte Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, ermutigen, diese Wahl bewusst zu begleiten: Informieren Sie sich über die Kandidaten, sprechen Sie im Freundes- und Familienkreis darüber und treffen Sie eine reflektierte Entscheidung in der Wahlkabine. Der Landrat gestaltet gemeinsam mit dem Kreistag die Rahmenbedingungen, unter denen wir in unseren Dörfern leben und arbeiten, und beeinflusst maßgeblich, wie gut unser Landkreis auf Herausforderungen reagieren kann. Ihre Beteiligung ist daher ein wichtiger Beitrag zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit unserer Region. Bitte denken Sie rechtzeitig an die Beantragung von Briefwahlunterlagen, falls Sie am Wahltag verhindert sind oder Angehörigen den Weg ins Wahllokal erleichtern möchten. Weitere Informationen finden Sie unter www.amt-burg-spreewald.de in der Rubrik Politik & Verwaltung, Wahlen/Volksbegehren.

Mein Dank gilt außerdem allen, die sich erneut ehrenamtlich in den Wahlvorständen engagieren und damit einen geordneten und demokratischen Ablauf der Wahl gewährleisten. Die Auszählung der Stimmen nach dem Schließen der Wahllokale ist wie immer öffentlich und kann gern beobachtet werden.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei den zahlreichen Veranstaltungen der kommenden Wochen, eine gute Hand bei Ihrer Wahlentscheidung und wie immer viele gute Ideen für Ihre Projekte.

Ihr Amtsdirektor
Tobias Hentschel