Titel Logo
Burger Spreewald Zeitung - Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald)
Ausgabe 2/2026
Aktuelles
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Ein Jahr voller Höhen und Tiefen

Bürgermeister Bernd Ragotzky (r.) zeichnete Heike Budarick für ihr ehrenamtliches Engagement als Trainerin aus. Ralf Zimmermann und Fritz Matschenz (v. l.) nahmen die Auszeichnung für den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Burg-Kauper entgegen.

Von der Woklapnica in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) berichtet

Gut 130 Einwohnerinnen und Einwohner waren der Einladung zur Woklapnica der Gemeinde Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) in die Aula der Grund- und Oberschule gefolgt. Neben den Rechenschaftsberichten gab es zwei Auszeichnungen und nur eine kurze Fragestunde.

Für Bürgermeister Bernd Ragotzky war diese Woklapnica eine Premiere. Am 29. April war er von der Gemeindevertretung in dieses Amt gewählt worden, nachdem Ende Januar Bürgermeister Hans-Jürgen Dreger überraschend verstorben war. Erstmals hielt Ragotzky den Rechenschaftsbericht der Gemeinde, der geprägt war von einem umfangreichen Rückblick auf das Veranstaltungs- und Vereinsgeschehen im Dorf, aber auch auf die zahlreichen kleinen und großen Baumaßnahmen. Auf die Arbeit der Gemeindevertretung blickend sagte er: „Wir hatten nicht nur beliebte Entscheidungen zu treffen, sondern demokratisch sinnvoll und im Interesse der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger.“ 19,5 Millionen Euro betrage das Haushaltsvolumen aktuell. „Begonnen haben wir nach der Wende mit 4,5 Millionen“, so Ragotzky. „Es ist erstaunlich, wie viel Geld wir heute bewegen und trotzdem reicht es nicht.“

Der Gemeindevertretung dankte er für die sachliche und konstruktive Behandlung der Themen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Sein Respekt und Dank galt aber auch allen Einwohnerinnen und Einwohnern. Die touristische Vielfalt, die den Ort, seit Mai 2025 staatlich anerkanntes Thermalsoleheilbad, ausmache, sei vor allem deren Verdienst.

Das Dankeschön der Gemeinde für ehrenamtliches Engagement wird seit 2018 mit der Verleihung der Ehrenurkunde ausgedrückt. In diesem Jahr wurde Heike Budarick ausgezeichnet, die seit rund drei Jahrzehnten als Trainerin der SG Burg, Abteilung Geräteturnen, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg begleitet. Geehrt wurde der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Burg-Kauper für sein vielfältiges Engagement über die eigentliche Feuerwehrtätigkeit hinaus, wie der Erhalt historischer Feuerwehrtechnik, die „Bunten Wasserträume“ oder der Einsatz der Frauen bei der Versorgung der Kameraden im Einsatz.

Anschließend stellte Stefan Bramburger den neugegründeten Förderverein der Feuerwehr Burg-Dorf vor, der bereits 45 Mitglieder zählt und 2025 erstmals einen Florians-Gottesdienst organisiert hat. Ein solcher soll neben weiteren Veranstaltungen auch 2026 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 145-jährigen Bestehen der Burger Wehr stattfinden.

Nicole Ehrenberg als neue Vorsitzende des Burger Imkervereins berichtete, dass der 32 Mitglieder zählende Verein 151 Bienenvölker in der Gemeinde hält. Imkernachwuchs ist gern gesehen. Sie rief dazu auf, Honig bei den heimischen Imkern zu kaufen, denn deren Tätigkeit sei ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz.

171 Zuzüge und 20 Geburten stehen in der Statistik von Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) für 2025. Vorgestellt haben sich nur wenige Neubürgerinnen und Neubürger, zum Beispiel Björn Schramm, der mit Lebensgefährtin und Tochter in Kauper lebt. „Eigentlich sind wir schon 2018 zugezogen.“

Die abschließende Fragerunde gestaltete sich ungewöhnlich kurz. So forderte Ernst Bleske, dass es endlich eine feste Rampe zur Friedhofshalle geben möge. Daran die Friedhofskultur zu wahren, appellierte ein älterer Bürger. Der Friedhof sei kein Rummelplatz, sondern ein Ort, um in sich zu gehen.

Die Spreewaldhalle warf Fragen nach dem Unterhalt auf. Herr Ragotzky antwortete, dass man am Nutzungskonzept arbeite und mit kommerziellen Veranstaltungen einen Teil der Unterhaltungskosten refinanzieren wolle. Ernst Bleske appellierte an die Anwesenden, die Sitzungen der Gemeindevertretung zu besuchen und die Einwohnerfragestunde zu nutzen. Dem konnte sich der Bürgermeister nur anschließen. (möb)