Spreepegel bei Hochwasser
Das Landesamt für Umwelt (LfU) plant einen Durchflusstest für die Spree und den Südumfluter in der Ortslage Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota), währenddessen eine Befahrung nicht möglich sein wird. Mit den Behörden und betroffenen Interessenvertretungen in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) wurde vorab über das Vorhaben informiert und diskutiert.
Das Wasserwirtschaftliche Rahmenkonzept aus dem Jahr 1996 sieht vor, dass bei einem 100-jährlichen Hochwasser mit einem Durchfluss von 150 Kubikmeter pro Sekunde (m3/s) der größte Teil des Wassers mit 133 m3/s um die Ortslage Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) herum über den Nordumfluter abgeleitet wird. Die restlichen 17 m3/s sollen über die Spree und den Südumfluter durch die Ortslage geleitet werden. In den letzten Jahren haben sich die Durchflusskapazitäten in diesen beiden Gewässern offensichtlich verringert. Mit einem ca. zehntägigen Feldversuch im ersten Quartal dieses Jahres soll untersucht werden, welche Durchflüsse in Spree und Südumfluter schadlos abgeführt werden können, und welche Maßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind, um deren Durchflusskapazitäten zu verbessern.
Wesentliche Voraussetzungen für den Durchflusstest sind ein ausreichender Füllstand der Talsperren am Oberlauf der Spree und des Cottbuser Ostsees, ein ausreichender Zufluss zur Talsperre Spremberg und eine eisfreie Witterungslage. Aufgrund der geringen Niederschläge der vergangenen Monate besteht beim Füllstand der Talsperren noch großer Aufholbedarf. Es ist daher zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, ob und wann der Durchflusstest durchgeführt werden kann. Ungeachtet dessen werden die Vorbereitungen dafür getroffen.
In einer Veranstaltung am 15. Januar wurden die geplanten Abläufe und das Monitoringprogramm für den Durchflusstest vorgestellt und diskutiert. Die Stellhandlungen und Kontrollen an den Stauanlagen werden dann vom Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ im Auftrag des Landesamtes für Umwelt durchgeführt.
Aufgrund der erhöhten Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten müssen die Gewässer für den Zeitraum des Durchflusstestes für die Befahrung gesperrt werden. Dazu wird es Mitteilungen des Landesamtes für Bauen und Verkehr und der unteren Wasserbehörde beim Landkreis Spree-Neiße geben. Außerdem wird für die Dauer des Durchflusstestes ein Bürgertelefon beim LfU eingerichtet, wo Beobachtungen zu möglichen Ausuferungen und Vorkommnissen gemeldet werden können.
Der mögliche Zeitraum und Beginn des Durchflusstestes wird über die Presse, das Amt und auf dem Pegelportal des Landes (https://pegelportal.brandenburg.de) bekanntgegeben, wenn die Durchführung zeitlich fest eingeordnet werden kann. (pm)