Zu einem Dialog über wichtige gemeinsame Themen trafen sich in Lübben Stadtverordnete und Mitglieder aus Gemeindevertretungen aus den drei großen Spreewaldkommunen.
Aktuelle Bau- und Planungsthemen sowie gemeinsame Entwicklungsperspektiven für den Spreewald waren Themen des gemeinsamen Fachdialogs der drei großen Spreewaldkommunen in Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota).
Zu einem gemeinsamen Fachdialog trafen sich Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen aus Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota), Lübbenau/Spreewald (Lubnjow/Błota) und aus dem Amt Burg (Spreewald). Neben Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen nahmen Lübbens Bürgermeister Jens Richter, Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel sowie der Bauamtsleiter des Amtes Burg (Spreewald), Matthias Koal teil.
„Gerade in Zeiten knapper kommunaler Haushalte ist der interkommunale Austausch wichtiger denn je. Wenn wir im Gespräch bleiben, können wir Erfahrungen bündeln, voneinander lernen und Lösungen entwickeln, die wir alleine so nicht erreichen würden“, verdeutlichte Jens Richter, „Die Herausforderungen bei Mobilität, Wärmeversorgung und Bauen im sensiblen Landschaftsraum betreffen uns alle gleichermaßen – deshalb gehen wir sie auch gemeinsam und abgestimmt an.“
Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung des Radwanderwegs zwischen Burg (Spreewald), Lübbenau und Lübben. Aufbauend auf dem bestehenden Konzept zur Optimierung der Wirtschafts-, Rad- und Wanderwege wurde die gezielte Vernetzung der Wegeinfrastruktur erörtert. Geplant ist ein klar strukturiertes Leitsystem mit erlebbaren Rundwegen und Mehrfachnutzung für Radfahrende, Wandernde sowie Land- und Forstwirtschaft. Gleichzeitig soll ein bewusst begrenztes Angebot sensible Naturbereiche schützen und Ruhe im Biosphärenraum sichern.
Städte und Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Die Stadt Lübben stellte ihre Vorgehensweise bei der kommunalen Wärmeplanung vor. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist der Aufbau einer langfristig stabilen, klimaneutralen und wirtschaftlichen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045.
Der Burger Bauamtsleiter Matthias Koal berichtete zum Thema Bauen im Landschaftsschutzgebiet am Beispiel von Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota). Diskutiert wurden neue rechtliche Rahmenbedingungen, darunter Änderungen im Brandenburgischen Naturschutzrecht sowie beschleunigte Genehmigungsmöglichkeiten im Baugesetzbuch. Ziel sei es notwendigen Wohnraum zu entwickeln, ohne die einzigartige Kulturlandschaft zu gefährden.
Der Fachdialog verdeutlichte den gemeinsamen Anspruch der Spreewaldkommunen, Infrastruktur, Klimaschutz und Siedlungsentwicklung künftig noch stärker miteinander abgestimmt voranzubringen. Deshalb soll der Austausch regelmäßig fortgesetzt werden.