Bei seinem letzten Arbeitsbesuch im Amt Burg (Spreewald) im vergangenen Frühjahr versuchten sich von Landrat Harald Altekrüger (l.) und Amtsdirektor Tobias Hentschel am Waleien, dem Ostereierkullern.
der Winter wurde bei uns traditionell mit dem Zampern und der Fastnacht verabschiedet. Feiern gehört dazu, und so mussten sich auch in diesem Jahr wieder viele Autofahrer darauf einstellen, bei der Fahrt durch die Nachbardörfer von einer Zampergesellschaft angehalten zu werden.
Was für Einheimische selbstverständlich ist, muss man unseren auswärtigen Wintergästen manchmal mit ein paar erklärenden Worten näherbringen. Wer die Tradition versteht und vielleicht sogar einen passenden Vers auf den Lippen hat, wird gelegentlich auch über das übliche Maß hinaus belohnt.
Die Amtsverwaltung wurde – neben den Zamperkindern aus den Burger Einrichtungen – erneut von der Schulfastnacht besucht. Das ist eine schöne Gelegenheit, auch Kinder und Jugendliche zu erreichen, die über ihre Familien keinen Zugang mehr zu dieser Tradition haben. Besonders erfreulich war die große Anteilnahme der Familien, die ihre Kinder stolz beim Umzug begleiteten.
Ich bedanke mich bei allen Organisationsteams für ihr Engagement, bei den vielen Musikerinnen und Musikern, die unsere Umzüge begleiten, und natürlich bei allen Mitwirkenden, die mit Stolz ihre Tracht tragen.
Vertreterinnen und Vertreter der Spreewaldgemeinden Lübben, Lübbenau sowie der Gemeinden unseres Amtes trafen sich im Februar zu einem Erfahrungsaustausch in Lübben. Themen waren unter anderem der Radwegebau Burg–Lübbenau–Lübben, die Wärmeplanung sowie das Bauen im Landschaftsschutzgebiet (Lesen Sie dazu den Beitrag auf Seite 3).
Aufgrund unserer Lage am Rand des Landkreises ist es sinnvoll, gute Beziehungen zu unseren Nachbargemeinden zu pflegen und die Belange der Spreewaldregion über Kreisgrenzen hinweg gemeinsam zu organisieren. Deshalb soll das Treffen im kommenden Jahr in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) stattfinden, wo erneut übergreifende Themen besprochen und Lösungen für neue Herausforderungen entwickelt werden sollen.
Haupt- und Ehrenamtliche wirken in zahlreichen Gremien mit – etwa in den Gewässerunterhaltungsverbänden, im Kuratorium des Biosphärenreservats Spreewald, im Aktionsplan Spreewald, im Bündnis „Klare Spree“, in der Kulturstiftung, im Spreewaldverein oder im Tourismusverband mit Sitz in Raddusch. Bei fast allen Institutionen ist ehrenamtliches Engagement möglich; wer sich informieren möchte, findet entsprechende Angebote.
Auch der Spreewaldmarathon wird wieder über die Kreisgrenzen hinweg organisiert. Er bietet vielfältige Angebote für Familien und Vereine. Neben dem sportlichen Wettbewerb stehen das gemeinsame Naturerlebnis und der Spaß im Mittelpunkt. Die Organisation befindet sich auf der Zielgeraden, einige Wettbewerbe sind bereits ausgebucht. Es lohnt sich dennoch, dabei zu sein – als Teilnehmerin oder Teilnehmer, als Zuschauerin oder Zuschauer an den Start- und Zielpunkten oder bei den Abendveranstaltungen. Vielleicht ist das ein guter Anlass, einmal in einer Nachbargemeinde vorbeizuschauen und die Veranstaltung dort zu erleben.
In Brandenburg ist die Landesregierung auseinandergebrochen, weil innerhalb der Partei BSW offenbar kein gemeinsamer Kurs für die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele gefunden werden konnte. Da die Regierung keine Mehrheit im Parlament mehr hat, können derzeit keine wichtigen Gesetze beschlossen werden; es muss eine neue, mehrheitsfähige Koalition verhandelt werden.
Das ist ein normaler und zulässiger Vorgang, der bei uns erfreulicherweise nicht häufig vorkommt. Durch den Wechsel von Abgeordneten zur SPD ergibt sich rechnerisch eine neue Koalitionsoption mit der CDU, die vor der letzten Wahl bereits Koalitionspartner der SPD war.
In der Bürgerschaft höre ich immer wieder Stimmen, die von Wahlbetrug sprechen oder Neuwahlen fordern. Neuwahlen werden jedoch nur dann ausgerufen, wenn außerhalb der regulären Wahlperioden keine Partei eine Regierungsmehrheit bilden kann. Es bleibt daher abzuwarten, wie die neue Konstellation aussehen und welche Schwerpunkte ein neuer Regierungsbeteiligter setzen wird.
Vor der Regierungskrise verabschiedete der Landtag noch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Sondervermögens. Auch die Möglichkeit, zinsgünstige Kredite für unsere Kommunen zu erhalten, wurde von der scheidenden Regierung auf den Weg gebracht. Es gibt also auch positive Akzente aus der kurzen Amtszeit.
Nach längerer Amtszeit verabschieden sich in unserem Landkreis zwei Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken maßgeblich zur Entwicklung beigetragen haben:
Landrat Harald Altekrüger tritt nach 16 Jahren nicht erneut zur Wahl an, und sein Stellvertreter, der 1. Beigeordnete Olaf Lalk, wird nach über 30 Jahren im Dienst des Landkreises in den Ruhestand verabschiedet.
Auch meine gesamte berufliche Laufbahn wurde von ihrer Arbeit geprägt. Ich danke beiden persönlich für ihre Unterstützung bei vielen Projekten unseres Amtes und unserer Gemeinden.
Am 8. März findet der Internationale Frauentag statt, zu dem ich allen Frauen herzlich gratuliere.
An diesem Tag wird in unserem Spree-Neiße-Kreis der neue Landrat gewählt; vier Kandidaten stellen sich zur Wahl. Eine mögliche Stichwahl findet am 22. März statt.
Ich möchte Sie herzlich bitten, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und mitzuentscheiden, wer in den kommenden acht Jahren wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unserer Region und unserer Gemeinden nehmen und unseren Landkreis vertreten soll.