Titel Logo
Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald)
Ausgabe 4/2019
Aktuelles
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

„Beobachten - Verfolgen - Zersetzen"

Teilnehmende des Landesjugendtages vor dem Hotel Bleske, 1984. Quelle: BStU, MfS, BV Cottbus, AKG 1805, S. 1

Vortrag zum Wirken der Stasi und Bürgerberatung zur Akteneinsicht

Als im Jahr 1984 der Landesjugendtag der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg in Burg (Spreewald) stattgefunden hat, war auch ein ungebetener "Gast" mit dabei: Die Stasi sammelte Informationen über den gesamten Programmablauf und fotografierte heimlich die Teilnehmer*innen. Mehr zu den Aktivitäten der Stasi gibt ein Vortrag am Dienstag, 9. April, im Haus der Begegnung.

Anhand überlieferter Dokumente zur Region aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv gibt Rüdiger Sielaff (BStU) in seinem Vortrag ab 17 Uhr einen Einblick in die Arbeit der Stasi in Burg (Spreewald), in die Überwachung, Repression und deren Konsequenzen für die Bevölkerung. Der Eintritt ist frei.

Zuvor haben die Bürger*innen von 14 bis 17 Uhr (ebenfalls im Haus der Begegnung) die Möglichkeit, sich von den Mitarbeitern der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Stasi-Unterlagen-Archivs zu den Möglichkeiten der Einsicht in Stasi-Akten beraten zu lassen. Neben der Antragstellung zur Einsicht in die eigene Stasi-Akte können sich Interessierte über die Möglichkeit von Anträgen zu verstorbenen Angehörigen oder zur Entschlüsselung von Decknamen informieren.

Für die Beratung ist ein gültiger Personalausweis notwendig.

Interessierte können in Musterakten lesen, und es werden kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen angeboten.

Begleitend zu Beratung und Vortrag ist noch bis zum 12. April die Ausstellung „Berliner Mauer: Fotos verboten!“ im Amtsgebäude zu sehen. Die Fotos von Detlef Matthes vermitteln die Atmosphäre der Stadt Berlin auf der Ostseite der Mauer. Sie erzählen von der Sehnsucht eines Jugendlichen nach wahrer Freiheit. (pm/möb)