Der Graffiti-Künstler Jan Schumann bringt mittels Airbrushtechnik historische Fotomotive an den Wänden in der Bushaltestelle an.
Staunend bleiben viele Menschen vor der Bushaltestelle in der Burger Hauptstraße stehen: Zwei historische Fotoaufnahmen des Spreewalddorfes in schwarz-weiß zieren dort jetzt die Wände.
Graffiti-Künstler Jan Schumann aus Berlin hat mit den beiden Bildern einmal mehr seine Handschrift in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) hinterlassen. Er sorgte bereits bei zahlreichen Trafostationen und bei den Türen an den Toilettenhäuschen am Willischzasee und am Parkplatz an der Spreewaldmühle für Hingucker. Als Projektpartner stand er vor einigen Jahren den Schülerinnen und Schüler der Burger Schule bei der Umsetzung des Sagenwandbildes am Festplatz zur Seite.
„Das ist eine sehr anspruchsvolle Gestaltung, weil die Bilder auf sehr detaillierte Darstellungen beruhen“, sagt er zu seinem neuen Werk. Nach dem Grundieren wird das Bild auf die Wand projiziert und vorgezeichnet. „Je präziser man hier arbeitet, umso mehr hilft es später bei der Genauigkeit.“ Frei Hand werden die Motive mit Airbrushtechnik herausgearbeitet; anschließend folgen Klarlack und Graffitischutzschicht. Viele positive Reaktionen erlebt er direkt bei seiner Arbeit von Passanten, „und alle wünschen sich, dass es lange so schön bleibt“, erzählt er.
Cirka fünf Tage benötigte Jan Schumann für beide Bilder in der Bushaltestelle. Und kaum einige Tage später war er schon wieder in Burg tätig: Er verschönerte den Stromkasten am neuen Fotopunkt am Festplatz.
Im Spreewald verbringt der Berliner gern seine Zeit; schließlich ist er in Vetschau aufgewachsen. Und so ist seine Beziehung zur Region nicht nur beruflich; privat ist er gern mit Paddelboot unterwegs und hat auch schon Freunde „angesteckt“. (K. Möbes)