Für ihre 25-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst dankte Amtsdirektor Tobias Hentschel Bärbel Schubert. Als Mitarbeiterin der Burger Heimatstube, in der Spreewaldsbibliothek und auch in der Touristinformation ist sie vielen Menschen bekannt.
Dusty Gorenz ist zum neuen Amtsbrandmeister ernannt worden; Amtsausschussvorsitzender Frank Engelking (l.) und Amtsdirektor Tobias Hentschel gratulierten.
die neue Bundesregierung ist nun etwas mehr als ein Jahr im Amt. Dennoch entsteht der Eindruck, dass viele Vorhaben langsamer vorankommen als angekündigt. Neben dem Tagesgeschäft, in das sich Kanzler, Minister und Staatssekretäre zunächst einarbeiten mussten, treten immer wieder zusätzliche Aufgaben auf. Sie müssen gelöst werden, um Schaden von unserer Volkswirtschaft, den Ländern, den Kommunen – also uns allen – abzuwenden.
Die Herausforderungen sind groß. Wir können nur hoffen, dass erfahrene Diplomaten hinter den Regierungsbänken weiterhin alles daransetzen, Konflikte zu entschärfen und der zunehmenden Kriegsrhetorik sowie neuen Eskalationsandrohungen entgegenzuwirken.
In der Innenpolitik stehen Kommunikation und Auftreten des Kanzlers stark im Fokus von Opposition und Medien. Viele Reformansätze werden bereits im Ansatz kritisiert oder blockiert.
Deutschland würde jedoch profitieren, wenn wir unsere Arbeitskraft insgesamt wieder stärker ausschöpfen. Tarifparteien haben in den vergangenen Jahrzehnten neben Lohnerhöhungen auch Arbeitszeitverkürzungen vereinbart. Arbeitgeber müssen heute vielen Teilzeitanträgen zustimmen. Wenn eine Teilzeitkraft mit 30 Stunden künftig 35 Stunden arbeitet oder die Wochenarbeitszeit von 39 auf 42 Stunden steigt, ist das keine Abkehr vom Sozialstaat. Im internationalen Vergleich oder zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme kann dies sinnvoll und zumutbar sein. Für viele Unternehmer, Beschäftigte oder Politiker sind Arbeitszeiten über 42 Stunden ohnehin selbstverständlich.
Auch wenn wir es gern verdrängen: Die anfallende Arbeit muss trotz sinkender Kinder- und Beschäftigtenzahlen erledigt werden. Das Rentenniveau wird sinken, die Kosten der Sozialsysteme steigen. Am Ende wird es eine Kombination aus Zuwanderung, Bürokratieabbau, angepassten Standards und privater Vorsorge sein, die unseren Wohlstand erhält. Jeder Einzelne sollte frühzeitig privat vorsorgen und nicht nur überlegen, in welchem Urlaubsland man sein Einkommen ausgibt. Ich wünsche mir, dass die Politik diese Herausforderungen klarer kommuniziert und auch unangenehme Lösungen durchsetzt.
Von uns Wählenden wünsche ich mir mehr Patriotismus und Mut zu schwierigen Entscheidungen. Wir sollten uns nicht von Wahlgeschenken leiten lassen, sondern notwendige Maßnahmen im Interesse unserer Volkswirtschaft und kommender Generationen mittragen. Wer mit dem Umgang unserer demokratischen Strukturen unzufrieden ist, kann sich gern in Vereinen, politischen Ortsgruppen, Wählerbündnissen oder Kirchengemeinden engagieren und mit beharrlichem Einsatz die Welt ein Stück besser machen.
Auch Auswandern ist derzeit keine Garantie für ein glückliches und sicheres Leben.
Für mich persönlich hat am 1. Mai das letzte Jahr meiner Amtszeit begonnen. Deshalb ist es mir besonders wichtig, was wir in acht Jahren erreicht haben und wo noch Herausforderungen bestehen. Im Herbst oder Winter entscheiden die Vertreter der amtsangehörigen Gemeinden, ob ich für weitere acht Jahre im Amt bleiben soll, oder ob die Stelle neu ausgeschrieben wird. Sie haben also noch Zeit, Hinweise zu meiner Person beim Amtsausschuss einzubringen.
Die Wohnungsbaugesellschaft Peitz, in der ich unsere Gemeinden als Gesellschafter vertrete, hat einen neuen Geschäftsführer. Ich danke dem bisherigen Geschäftsführer Lutz Schneider, der die Gesellschaft aus schwierigen Fahrwassern geführt und gemeinsam mit den Gemeinden eine solide Basis geschaffen hat. In Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) gibt es kaum Wohnungsleerstand, doch die steigenden Baupreise wirken sich auch auf Sanierungen und Investitionen der WBVG aus. Daher müssen wir weiterhin sorgfältig kalkulieren, um preiswerten Wohnraum anbieten zu können.
Im Amtsgebiet liegt ein großartiges Sagennachts-Wochenende hinter uns. Wer nicht dabei war, hat wie in den vergangenen Jahren etwas verpasst. Schmogrow/Smogorjow feiert mit seinen Festwochenenden das ganze Jahr über sein 625-jähriges Jubiläum.
Auch die Feuerwehren laden wieder zu Jubiläen und zum Amtsausscheid ein. In diesem Jahr findet letzterer anlässlich des 135-jährigen Jubiläums der FF Burg-Dorf statt. Erstmals wird der Amtsausscheid unter Führung des neuen Amtsbrandmeisters Dusty Gorenz durchgeführt, der am 18. Mai vom Amtsausschuss ernannt wurde. Ich wünsche ihm für seine wichtige Aufgabe viel Erfolg und hoffe, dass unsere Kameradinnen und Kameraden in diesem Sommer möglichst wenige Einsätze haben.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit, viele gute Nachrichten bei Ihren Recherchen und viel Freude beim Ehrenamt und bei den Feiern in unserem schönen Spreewald.
Lassen Sie sich nicht entmutigen!