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Burger Spreewald Zeitung - Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald)
Ausgabe 7/2026
Aktuelles
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Der Hupatzweg und seine (Be-)deutung

Anne Jeschke, verantwortlich u. a. für Umweltbildung in der Biosphärenreservatsverwaltung, an der Info-Tafel am Burger Polenzweg.

Am 8. Juni 2006 wurde der Hupatzweg eingeweiht. Das 20-jährige Bestehens eines der ersten Lehrpfade haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lübbenauer Biosphärenreservatsverwaltung zu einer kleinen Feier vor Ort am Burger Polenzweg genutzt.

Kundige werden wissen, dass dieser Weg nach dem wendischen Namen für den Wiedehopf (hupac) benannt wurde. „Stinkt wie Hupatz“ - diese Redewendung kennen viele. Der Wiedehopf sondert zur Gefahrenabwehr ein übelriechendes Sekret ab, was den Spruch erklärt. Annett Schäfer, eine der Initiatorinnen von damals, setzt anlässlich des Jubiläumstreffens noch eine Deutung drauf: „Der Kragen der wendischen Brauttracht, Hupatz genannt, wurde von Generation zu Generation weitergegeben und nie gewaschen …“

Wie von Annett Schäfer weiter zu erfahren war, wurde der Weg unter Einbeziehung und mithilfe von Schülerinnen und Schülern der Cottbuser Bauhausschule errichtet. „Ursprünglich sollte er mal ‚Lehrpfad‘ heißen, aber inzwischen nennen wir ihn lieber Naturerlebnispfad, denn ‚belehren‘ wollen wir eigentlich nicht,“ ergänzt Annett Schäfer.

An neun Stationen ist die Natur aktiv zu erleben. Beispielsweise kann an einer Holzskulptur eines Seeadlers die Flügelbreite mit ausgebreiteten Armen nachempfunden werden, was allerdings wohl niemandem gelingt. Auf dem Hof der Ferienanlage Jakubik steht in einem umzäumten Gelände ein Spektiv zur Vogelbeobachtung. Überdimensionale Trichter erlaubten einst das Lauschen in die Natur, aber schon nach kurzer Zeit waren sie gestohlen worden. Michael Petschick von der Biosphärenreservatsverwaltung verweist auf den hohen Pflege- und Reparaturaufwand der über 40 Schautafeln. „Teilweise der Verwitterung geschuldet, teilweise auch immer wieder dem Vandalismus, bindet die Reparatur Kräfte und verursacht Kosten“, sagt Petschick. Gleichzeitig dankte er Wolfgang Jakubik, der immer ein Auge auf die Anlagen in seinem Sektor wirft. (Peter Becker/red)