Drei mobile Netzersatzanlagen, wie diese am Parkplatz Waldschlösschenstraße, waren beim Stromausfall im August in Burg-Kauper im Einsatz.
Teilweise bis zu 17 Stunden waren Teile von Burg-Kauper am 7./8. August ohne Strom. Grund waren gleich zwei aufeinander folgende, miteinander in Verbindung stehende Störungen, teilte die envia Mitteldeutsche Energie AG auf Nachfrage mit.
Ab 21/22 Uhr in der Freitagnacht wurde es dunkel bei rund 163 Kunden im Bereich Waldschlösschen-, Wendenkönigstraße und Neue Spree. Ein Erdschluss an einem Mittelspannungskabel in der Ringchaussee, Höhe Landhotel, hatte einen Stromausfall verursacht. „In diesem Fall konnten wir keine äußere Einwirkung feststellen“, so enviaM.
Vier Monteure waren die ganze Nacht im Einsatz, installierten u. a. eine Netzersatzanlage. Um 22.56 Uhr sei die Hälfte der Kunden wieder versorgt gewesen, einschließlich des Landhotels, teilte enviaM mit.
Eine weitere Netzersatzanlage wurde aus einem anderen Teil des Netzgebiets der Mitnetz Strom herangeschafft. So konnten die Kunden an der Trafostation Neue Spree ab ca. 2:30 Uhr wieder versorgt werden. Für etwa 80 Kunden in der Waldschlösschenstraße gab es weiter keinen Strom.
Im Rahmen der Behebung der ersten Störung trat in der verbundenen Trafostation Burg-Kauper (Ringchaussee/Waldschlösschenstraße) ein Kurzschluss auf, was am Samstag gegen 9:50 Uhr zu einem noch weiträumigeren Stromausfall führte. Jetzt waren in der Spitze 225 Kunden betroffen, nun auch im Bereich Weidenweg, Buschmühle und Polenzweg sowie in Straupitz und Leipe.
Bis 14:30 Uhr konnten etappenweise alle Kunden zugeschaltet werden. „Die verbundene Trafostation Burg-Kauper wurde vom Stromnetz getrennt, die Kunden werden nun über andere Stationen versorgt“, informiert enviaM, „Der Austausch der Trafostation ist derzeit in Planung.“
Dass sich der Stromausfall in der Nacht ereignet hatte, sei Glück gewesen, meint Jonathan Glöde, Prokurist der Landhotel Burg Hotelbetriebsgesellschaft. Für solche Fälle habe man mit dem Stromversorger vertraglich vereinbart, dass eine Netzersatzanlage installiert werde. Natürlich seien Lärm und Abgase, die diese verursacht hatte, störend gewesen. Aber die Gäste waren verständnisvoll. Im Hotel „Zum Schlangenkönig“ war ein Notstromaggregat im Einsatz. Inhaber Dirk Meier appelliert an alle Leistungsträger, ebenso vorzusorgen. „Wir hatten ein tolles Feedback, weil wir die Situation so gut beherrscht haben.“
Landhotel und „Schlangenkönig“ versorgten in diesen Stunden viele Gäste aus den benachbarten Pensionen und Herbergen. (K. Möbes)