Liebe Eltern, liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
die Betreuung und Förderung unserer Kinder liegen uns allen sehr am Herzen. Unsere fünf Kindertageseinrichtungen sollen Orte bleiben, an denen sich Kinder wohlfühlen, sicher aufgehoben sind und verlässlich in ihrer Entwicklung begleitet werden. Um diesen Anspruch auch künftig erfüllen zu können, sind stabile finanzielle Rahmenbedingungen erforderlich.
In den vergangenen Jahren sind die Sach- und Personalkosten rasant gestiegen. Diese Entwicklung stellt die Städte und Gemeinden vor große finanzielle Herausforderungen und macht Erhöhungen der Elternbeiträge unabwendbar. Es geht dabei um eine gerechte Verteilung der Lasten zwischen den Eltern, der Stadt und dem Land.
Gerne möchten wir Ihnen die Hintergründe transparent erläutern:
Ein Krippenplatz mit 9 Stunden täglicher Betreuungszeit verursacht derzeit monatliche Kosten in Höhe von 1.677,51 €. Hierfür erhält die Stadt einen Landeszuschuss in Höhe von 287,92 €. Der verbleibende Betrag wird zwischen der Stadt i.H.v. 1.054,09 € und den Eltern i.H.v. 335,50 € getragen. Leider ist es der Stadt unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht möglich, die Erhöhung dieser Kosten dauerhaft überproportional zu finanzieren.
Der Gesetzgeber sieht vor, dass zur teilweisen Kostendeckung Elternbeiträge herangezogen werden dürfen, wobei ein bestimmter prozentualer Rahmen (bis max. 23 % bei Krippe bzw. bis max. 30 % bei KiTa/Hort der Gesamtkosten) vorgegeben wird, innerhalb dessen sich die Elternbeteiligung bewegen darf. Dieser vorgegebene Rahmen wurde durch uns noch nie ausgeschöpft. Eine Anpassung der Gebühren erfolgt somit innerhalb der vorgegebenen gesetzlichen Möglichkeiten und in einem angemessenen Rahmen. In anderen Städten und Gemeinden wurde die Beteiligung der Eltern bereits viel höher in Anspruch genommen. Der Kostenanteil der Stadt ist in den vergangenen Jahren beständig gestiegen und wurde durch eine Erhöhung der Elternbeiträge bzw. des Landeszuschusses nicht ausgeglichen. Für das Jahr 2024 betrug der städtische Anteil beispielsweise 1.600.000,00 €.
Die Entscheidung über eine Gebührenerhöhung trifft der Stadtrat in Absprache mit der Verwaltung. Uns ist bewusst, dass eine solche Entscheidung für Familien mit zusätzlichen Belastungen verbunden ist. Gerade deshalb fällt sie uns nicht leicht. Gleichzeitig ist sie notwendig, um die Qualität der Betreuung, eine verlässliche Personalausstattung und stabile Öffnungszeiten langfristig sicherzustellen.
Wir bedauern sehr, dass dieser Schritt erforderlich ist, und bitten um Ihr Verständnis dafür. Die steigenden Kosten können nicht mehr allein von der Stadt getragen werden. Nur gemeinsam – Stadt und Eltern – ist es möglich, die hochwertige Betreuung unserer Kinder auch in Zukunft zu gewährleisten.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.