Auf Einladung der Schulleitung und des Bürgermeisters von Miłakowo reiste ich vom 1. bis 4. Oktober 2026 gemeinsam mit der Schulleitung unserer Benjamin-Geißler-Grundschule Frau Litton, den langjährigen Unterstützern unserer Partnerschaft Familie Leppert, Mitgliedern des Männerchores Liebstadt sowie Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr Liebstadt zu unserer polnischen Partnergemeinde. Anlass unserer Reise war das 80-jährige Jubiläum der dortigen Schule.
Bereits die Anreise verlief dank des komfortablen Reisebusses des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) angenehm und entspannt. Nach unserer Ankunft wurden wir herzlich vom Bürgermeister von Miłakowo Krzysztof, dem stellvertretenden Schulleiter Mariusz sowie Robert, unserem langjährigen Wegbegleiter und Deutschlehrer an der Schule, gemeinsam mit seiner Frau empfangen. Bei einem gemeinsamen Abendessen gab es die erste Gelegenheit zum persönlichen Austausch und Wiedersehen.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Begegnung. Gemeinsam mit Familie Leppert und Frau Litton erhielt ich eine Führung durch das Rathaus von Miłakowo. Im Mittelpunkt standen Gespräche über unsere inzwischen seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft. Dabei wurde deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten unsere Kommunen verbinden. Die aktuellen Herausforderungen sind auf beiden Seiten der Grenze vielfach ähnlich. Themen wie die Entwicklung unserer Kommunen, Bildung, Infrastruktur und das Brandschutzwesen beschäftigen uns gleichermaßen. Von dort aus ging es in die Schule, wo wir am Festprogramm zum 80-jährigen Jubiläum teilnehmen und unsere mitgebrachten Präsente überreichen konnten. Bei einer anschließenden Führung durch das Schulgebäude erhielten wir interessante Einblicke in den Schulalltag und die Entwicklung der Schule. Auch für unsere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Liebstadt stand ein besonderer Programmpunkt auf dem Plan. Gemeinsam mit den Kameraden der örtlichen Feuerwehr besichtigten sie das Feuerwehrgerätehaus und konnten sich über die vorhandene Technik und die Arbeit vor Ort informieren. Natürlich blieb dabei auch Zeit für Gespräche und den Erfahrungsaustausch. Den Freitagabend gestaltete schließlich unser Männerchor Liebstadt musikalisch. Im Kulturhaus von Miłakowo gab der Chor im Rahmen der Feierlichkeiten ein Konzert und brachte damit ein Stück Liebstadt nach Polen. Mit seinem Auftritt bereicherte er das Festprogramm und sorgte für einen weiteren schönen Höhepunkt unseres Besuches.
Am Samstag stand dann ein gemeinsamer Ausflug nach Danzig auf dem Programm. Gemeinsam mit Robert erkundeten wir die beeindruckende historische Stadt und konnten dabei viele interessante Eindrücke sammeln. Der Tag bot uns nicht nur die Gelegenheit, Danzig kennenzulernen, sondern auch, die gemeinsame Zeit außerhalb des offiziellen Festprogramms zu genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsamer Abschlussball, bei dem Gastgeber und Gäste den gelungenen Aufenthalt in geselliger Runde ausklingen ließen.
Ein ganz besonderer Dank gilt Robert, der uns bei der Organisation unseres Aufenthaltes tatkräftig unterstützt und während der gesamten Reise begleitet hat. Durch sein großes Engagement wurde vieles möglich, und er hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Verständigung zwischen uns und den Gastgebern so unkompliziert und herzlich funktioniert hat.
Ebenso möchte ich mich ganz herzlich beim Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) für das finanzielle Entgegenkommen und die Unterstützung bei der Durchführung unserer Reise bedanken. Ein besonderes Dankeschön gilt natürlich unseren Busfahrern Thomas und Knut. Wir haben uns jederzeit sehr gut aufgehoben und sicher gefühlt. Nicht zuletzt möchte ich mich bei meiner Familie sowie bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die während meiner Abwesenheit in Liebstadt die Stellung gehalten und dafür gesorgt haben, dass hier alles weiterlief.
Der Besuch in Miłakowo hat mir einmal mehr gezeigt, dass unsere seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft weit mehr ist als eine Verbindung auf dem Papier. Sie lebt von persönlichen Begegnungen, gemeinsamen Erlebnissen und vor allem von den Freundschaften, die über die Jahre auf beiden Seiten entstanden sind.
Ich bin dankbar, dass wir diese besonderen Tage gemeinsam erleben durften, und freue mich schon heute auf unser nächstes Wiedersehen.
Dziękuję – herzlichen Dank an unsere Partnergemeinde Miłakowo!