Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,
liebe Leserinnen und Leser unseres Amtsblattes,
liebe Eltern der Kita Zwethau,
es gibt Entscheidungen, die trifft man nicht leichtfertig. Und es gibt Entscheidungen, die einem das Herz schwer machen – auch dann, wenn man weiß, dass sie notwendig sind. Die Zukunft der Kita Zwethau gehört dazu.
Wir haben in der Verwaltung und im Gemeinderat lange gerungen, diskutiert, gehofft und nach Lösungen gesucht. Immer mit dem Wunsch, einen Weg zu finden, der niemanden verletzt. Doch die ehrliche Wahrheit ist: Diesen Weg gibt es nicht. Die Kita Zwethau war nie nur ein Gebäude. Sie war ein Ort voller Leben. Ein Ort, an dem Kinderlachen den Alltag bestimmt hat. Ein Ort, an dem Vertrauen gewachsen ist, an dem sich Familien begegnet sind, an dem aus kleinen Schritten große Wege entstanden sind. Für viele ist sie ein Stück Heimat. Gerade deshalb fällt dieser Schritt so schwer. Doch wir dürfen die Realität nicht ausblenden. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Immer weniger Kinder werden geboren. Vor wenigen Jahren waren es noch rund 40 pro Jahr, dann etwa 20 – und in diesem Jahr bisher nur 4. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Zahl. Sie verändert unsere Gemeinde. Sie zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die wir uns anders gewünscht hätten. Wir stehen vor der Situation, dass zu wenige Kinder auf zu viele Kitaplätze kommen. Das bedeutet nicht nur leere Räume – es bedeutet auch, dass wir Personalstunden reduzieren müssen. Und es bedeutet leider auch, dass Menschen (Erzieher), die mit Herz und Engagement für unsere Kinder da waren, ihre Arbeit verlieren werden. Das trifft uns alle.
Diese Entscheidungen dienen nicht dazu, etwas zu zerstören, sondern etwas zu bewahren: eine verlässliche Betreuung für die Zukunft und bezahlbare Kitaplätze für alle Familien in unserer Gemeinde. Wir wissen, wie viel Sorge, Wut und Traurigkeit diese Situation bei vielen von Ihnen auslöst. Das ist verständlich. Und es ist wichtig, dass diese Gefühle Raum haben. Aber ebenso wichtig ist es, dass wir als Gemeinschaft zusammenbleiben.
Sehr geehrte Eltern,
lassen Sie uns miteinander sprechen – offen, respektvoll und ohne gegenseitige Vorwürfe. Vertrauen entsteht nicht in einfachen Zeiten, sondern gerade dann, wenn es schwierig wird. Unser gemeinsames Ziel bleibt unverändert: Wir wollen für unsere Kinder da sein. Wir wollen ihnen Geborgenheit, Verlässlichkeit und gute Betreuung bieten – heute und in Zukunft. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen!