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Amts- und Informationsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Beilrode
Ausgabe 8/2026
Nichtamtlicher Teil
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Sehr geehrte Einwohner,

 

liebe Leser unseres Amtsblattes,

ein „Sommerloch“ gibt es in unserer Gemeinde ganz gewiss nicht – im Gegenteil! Wenn 12 Hektar Wald in Flammen stehen und über 200 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren aus Brandenburg und Nordsachsen vier Tage und Nächte im Einsatz sind, dann ist es zunächst das Wichtigste, DANKE zu sagen. Danke für diese enorme Einsatzbereitschaft! Unser Dank gilt ebenso allen beteiligten Organisationen – vom THW bis zum DRK. Es handelt sich bereits um den dritten Großbrand in den letzten sechs Jahren in Ostelbien. Nun gilt es, die entstandenen Schäden aufzuarbeiten. Inzwischen gehen wir von Kosten im sechsstelligen Bereich aus. Eine solche Größenordnung können und konnten wir als Gemeinde nicht allein bewältigen. Wir stehen daher erneut vor der Frage, ob und in welchem Umfang uns der Landkreis und der Freistaat Sachsen unterstützen werden. Dazu sind und werden viele Gespräche notwendig sein. Wir bleiben dabei kämpferisch und entschlossen!

"Gekämpft" haben wir auch für eine zwischenzeitliche Freigabe der Baumaßnahme B87, um das Harley- und US-Car-Treffen in Döbrichau sowie die 775-Jahr-Feier in Kreischau/Eulenau für möglichst viele Gäste auf kurzem Wege erreichbar zu machen. Leider ohne Erfolg. Die Baumaßnahme möchte ich nicht in Frage stellen und danke an die baubeteiligten Firmen für die Umsetzung. Zum Schluss müssen alle Markierungen auf der Straße sein und das benötigt die entsprechende Zeit. Generell und nicht auf die B87 bezogen möchte ich aber offen und deutlich sagen: Statt manchmal notwendiger und kurzfristiger pragmatischer Lösungen dominiert häufig ein starres Festhalten an Vorschriften und Vorgaben. Dabei wäre es oft sinnvoll, dem gesunden Menschenverstand mehr Raum zu geben und den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gemeinden ein Stück mehr Eigenverantwortung zuzutrauen. In Deutschland haben an manchen Stellen schlichtweg zu viele mitzureden. Das nennt man dann „Bürokratie“ – und sie sorgt nicht selten für großen Frust, auch bei mir als Bürgermeister.

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Herzlichst

 

Ihr
René Vetter
Bürgermeister