Ampelschaltung Bad Schandau:
Die Brücke über die Bahngleise ist nur noch einspurige befahrbar. Das ist auf die statischen Probleme des Bauwerks zurückzuführen, das mit Hennigsdorfer Spannstahl errichtet wurde. Die Brücke über die Bahngleise muss ersetzt werden. Deshalb soll zunächst eine Behelfsbrücke gebaut werden, um das alte Bauwerk abreißen zu können. Als Vorleistung für den Bau der Behelfsbrücke erfolgt eine Verbreiterung der Bundesstraße B 172 durch einen Hangabtrag neben der Fahrbahn. Die Baustelle für den Hangabtrag wurde vor Ostern eingerichtet. Aufgrund der Baustelle und der einspurigen Sperrung der Brücke über die Bahngleise ist eine sehr lange Engstelle von 380 Metern entstanden. Diese wird über eine Ampelschaltung geregelt. Es gibt insgesamt vier Signalgeber: aus Richtung Königstein kommend, aus Richtung Bad Schandau kommend, vom Bahnhof Bad Schandau kommend und zum Bahnhof hin.
Über die Osterfeiertage wurde die komplexe Ampelschaltung im Bereich der Brücken in Bad Schandau angepasst mit dem Ziel, einen Rückstau in die Stadt Bad Schandau hinein zu vermeiden. Die Anpassung der Ampelschaltung vor Ostern hat zwar erreicht, dass sich kein Stau in die Stadt Bad Schandau hinein gebildet hat. Gleichzeitig ist es jedoch zu großen Staulängen in Richtung Königstein gekommen. Die Ampelschaltung wurde deshalb überarbeitet, um einen Kompromiss der Staulängen in Richtung Königstein und Bad Schandau zu erzielen. Auf der Seite von Bad Schandau wird hierfür ein Videodetektor angebracht, der die Staulänge in Richtung Stadt erfasst. Eine begrenzte Rückstaulänge in die Stadt wird zugelassen, was zu einer Entlastung für die Fahrzeuge aus Königstein kommend führen wird. Festgestellt wurde auch, dass Fahrzeuge, die aus der Rietzschgrundstraße auf die Bundesstraße B 172 in Richtung Bad Schandau fahren, zumeist einen größeren Abstand zum vorhergehenden Fahrzeug haben. Durch diese Lücke hat die Ampel früher auf „rot“ geschaltet, da sie kein Fahrzeug mehr erkannt hat. Das Problem wird gelöst, indem die Ampelschaltung angepasst wird und eine längere Erkennungszeit für den Detektor hinterlegt wird.
Bis zur Umstellung der Anlage in der kommenden Woche bitten wir alle Fahrzeugführer, alternative Fahrtwege insbesondere am Wochenende zu wählen.
Neue Bauphase:
Ab dem 20. April 2026 wird es bis Ende April zu einer halbseitigen Sperrung der Rietzschgrundstraße kommen. Diese wird erforderlich, da eine Baustellenzufahrt zum René-Prokoph-Wanderweg gebaut und der Weg für Baufahrzeuge ertüchtigt wird. Diese Arbeiten erfolgen, um den Abtrag des Hangs vom Wanderweg aus mit Baggern beginnen zu können. Es handelt sich um den Abtrag der ersten Hangschichten. Aufgrund der halbseitigen Sperrung der Rietzschgrundstraße für 11 Tage wird eine Umleitung nach Gohrisch über Königstein ausgeschildert. Auf der Bundesstraße B 172 a wird es darüber hinaus einen Verkehrshinweis auf der dortigen LED-Tafel geben. Wir bitten alle Fahrzeugführer um Berücksichtigung bei der Routenauswahl.
Grünpfeil-Anfrage:
Die Anordnung eines Grünpfeils wurde von uns untersucht. Hierbei sind zwei Fälle zu unterscheiden:
Fall 1: Grünpfeil für Fahrzeuge aus Richtung Bad Schandau kommend und zum Bahnhof rechts abfahrend
Fahrgeometrisch ist es möglich, dass Fahrzeuge, welche durch die Engstelle aus Richtung Königstein kommend gefahren sind, auf die Bundesstraße B 172 einschwenken. Die Anordnung eines Grünpfeils setzt aber voraussetzt, dass die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlich, gut erfassbar und konfliktarm ist. Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall – insbesondere aufgrund der vorgelagerten Engstelle in Gegenrichtung – nicht gegeben. Die Verkehrsteilnehmer, insbesondere Touristen, rechnen in solchen Situationen nicht mit Gegenverkehr. Als Gegenverkehr muss aufgrund der örtlichen Situation auch der Rechtsabbieger aus Bad Schandau kommend und in Richtung Bahnhof abfahrend betrachtet werden.
Zum anderen beschleunigen Fahrzeuge regelmäßig beim Verlassen der Engstelle. Erfolgt zeitgleich ein Anfahren zum Rechtsabbiegen (Fahrzeug aus Richtung Bad Schandau kommend und zum Bahnhof fahrend), kann dieses für den Verkehr aus der Engstelle unerwartet auftreten und zu abrupten Bremsmanövern führen. Dadurch erhöht sich das Risiko für Auffahrunfälle. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Fahrzeuge aufgrund der unübersichtlichen Situation zögern oder warten. In der Folge kann es zu Rückstau kommen, der bis in die Engstelle hineinreicht. Das ist erneut kritisch im Hinblick auf das Risiko für Auffahrunfälle. Im Ergebnis wird kein Grünpfeil empfohlen.
Fall 2: Grünpfeil für Fahrzeuge von der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße (vom Bahnhof) kommend und in Richtung Bad Schandau rechts abbiegend
Im Einmündungsbereich der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße zur Elbebrücke Bad Schandau befindet sich eine Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer. Fußgänger und Radfahrer kommen teilweise vom Parkplatz hinter dem Bahnhof gelaufen. Ab dem Kreisverkehr nutzen diese dann den linken Gehweg entlang der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße. Zur Querung der Straße im Einmündungsbereich betätigen Sie einen Taster. Gleichermaßen gibt es auch Fußgänger- und Radverkehr aus Richtung Bad Schandau zum Parkplatz des Bahnhofes. Dieser erhält im Einmündungsbereich automatisch eine Freigabe zur Querung der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße. Bei Anordnung eines Grünpfeils kann es bei zeitgleicher Querung von Fußgängern und Radfahrern – egal aus welcher Richtung kommend – dann zu gefährlichen Situationen kommen. Denn Fahrzeugführer müssen einerseits den Verkehr aus der Engstelle aus Richtung Königstein kommend beachten und andererseits eine mögliche Freigabe von Fußgängern berücksichtigen. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird deshalb kein Grünpfeil empfohlen.