Das Nepperwitzer Teichprojekt
Anfang März 2026 haben die Nepperwitzer ein Herzensprojekt gestartet: die Wiederbelebung des langen nahezu trockengefallenen Dorfteichs. Unser Teich, der über so lange Zeit kaum noch Wasser führte und eher an eine ausgetrocknete Mulde erinnerte, sollte wieder zum Leben erweckt werden. Viele hatten die Hoffnung fast aufgegeben – und doch reichte ein Funke, um die Dorfgemeinschaft in Bewegung zu setzen. Zuerst rückte ein Traktor mit Mähwerk an, um das dichte Schilf im Teich zu roden.
Als die Halme gefallen waren, standen viele am Rand und blickten in den leeren Teich. Skeptisch, ja – aber auch mit einem Gefühl von „Vielleicht geht da doch noch etwas“. Der erste Wassereinlauf lief zunächst per Akkubetrieb. Ein provisorischer Start, getragen von der Hoffnung, dass sich der Wasserspiegel irgendwann wieder heben würde. Doch dann übernahm Sebastian Dobras kurzerhand die Versorgung über seinen privaten Stromanschluss. Ohne großes Aufheben, einfach weil es getan werden musste. Und wie selbstverständlich kam aus dem Dorf sofort finanzielle Unterstützung. Danke dafür an alle Spender, die das Projekt so unterstütz haben. Weitere Gespräche mit der Gemeindeverwaltung Bennewitz führten schließlich zu einem entscheidenden Schritt: Ein eigener Stromanschluss für den Teich wurde beauftragt und in bemerkenswert kurzer Zeit umgesetzt. Heute sorgt eine Zeitschaltuhr dafür, dass der Teich kontrolliert befüllt wird und sein Wasserstand zuverlässig im Blick bleibt. Ein herzliches Dankeschön gilt der Gemeinde, die dieses Projekt so tatkräftig unterstützt. Doch damit endet die Geschichte nicht. Im Gegenteil – sie beginnt gerade erst. Das Entenhaus wird repariert und soll bald wieder schwimmen. Die marode Bank am Ufer, derzeit abgesperrt, wird ersetzt, damit man wieder verweilen und schauen kann. Auch diese Arbeiten sind bereits angelaufen. Der Teich ist mehr als ein Gewässer. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn ein Dorf gemeinsam anpackt. Der Nepperwitzer Teich ist auf dem besten Weg, wieder zu einem lebendigen Mittelpunkt des Ortes zu werden.