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Amtsblatt der Gemeinde Bennewitz
Ausgabe 7/2026
Informationen aus dem Rathaus
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„Kommunen am Limit“ – Gemeinde Bennewitz beteiligte sich am bundesweiten Aktionstag

Mit einem bundesweiten Aktionstag unter dem Titel „Kommunen am Limit“ machten Städte, Gemeinden und Landkreise am 22. Juni 2026 auf ihre historisch angespannte und zunehmend prekäre Finanzlage aufmerksam.

Auch die Gemeinde Bennewitz beteiligte sich an der bundesweiten Aktion. Bereits um 07:00 Uhr kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung vor dem Rathaus Bennewitz zusammen. Gemeinsam hielten sie Schilder in die Höhe, die eindringlich auf die schwierige finanzielle Situation der Kommunen aufmerksam machten.

 

 

„Diese Schilder machten deutlich, dass die Zeit für eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung unserer Städte und Gemeinden abläuft“, erklärte der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua, zugleich Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Leipzig des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG).

Die drei kommunalen Spitzenverbände auf Bundesebene – der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag – hatten gemeinsam zu dem Aktionstag aufgerufen.

Mit ihrer Beteiligung reihte sich die Gemeinde Bennewitz in zahlreiche Aktionen im gesamten Bundesgebiet ein. Ziel des Aktionstages war es, die schwierige finanzielle Situation der Städte und Gemeinden sichtbar zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern zu verdeutlichen, welche kommunalen Leistungen und Angebote durch fehlende Finanzmittel zunehmend gefährdet sind.

Denn die kommunale Finanzlage ist kein abstraktes Zahlenspiel. Sie betrifft das Leben vor Ort unmittelbar: Kindertagesstätten, Schulen, Feuerwehren, Straßen, Radwege, Sportstätten, Vereine und soziale Angebote – all jene Bereiche, die das tägliche Leben in unseren Städten und Gemeinden prägen.

Nach Angaben des Sächsischen Städte- und Gemeindetages richtete sich der Blick aus sächsischer Sicht insbesondere auf die Bundespolitik. Vor allem die Sozialgesetzgebung des Bundes hatte zu erheblich steigenden kommunalen Aufwendungen geführt, ohne dass hierfür ausreichende und dauerhafte Ausgleichsmechanismen geschaffen worden waren.

Im Freistaat Sachsen war bei Spitzengesprächen mit dem Finanzminister zum künftigen kommunalen Finanzausgleich im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten ein Kompromiss erzielt worden. Dieser beseitigte die kommunalen Defizite zwar nicht, verschaffte der kommunalen Ebene jedoch zumindest für die kommenden zwei Jahre etwas Luft für dringend notwendige tiefgreifende Reformen.

Die Botschaft aus Bennewitz war an diesem Morgen deutlich: Die Kommunen sind das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Doch dieses Fundament braucht eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung. Denn wenn Städte und Gemeinden dauerhaft am Limit arbeiten, spüren am Ende vor allem die Bürgerinnen und Bürger die Folgen.