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Calauer Stadtnachrichten
Ausgabe 1/2025
Mitteilungen der Stadt Calau
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Liebe Calauerinnen, liebe Calauer,

Marco Babenz, Bürgermeister der Stadt Calau.

Sie halten die erste Ausgabe der Stadtnachrichten des Jahres 2025 in Ihren Händen. Ich darf Sie ganz herzlich im neuen Jahr begrüßen. Im traditionellen Chinesischen Kalender steht 2025 im Zeichen der Schlange. Die Schlange steht für Flexibilität, Weisheit und Schönheit. Flexibilität und Weisheit sind Werte, auf die es in den politischen Debatten auch dieses Jahr wieder ankommen wird. So hat am Tag, als diese Zeilen entstanden sind, Bundeskanzler Olaf Scholz die Vertrauensfrage im Bundestag gestellt. Mit dem Misstrauen des Großteils der Abgeordneten hat er damit wie geplant den Weg für Neuwahlen frei gemacht. Diese finden am 23. Februar statt und schon jetzt laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren. Auch hinter den Kulissen der Stadt Calau übrigens. Welche Akzente setzt die neue Bundesregierung? Bleiben wir bei der Schlange: Flexibilität und vor allem Weisheit wünsche ich mir. Denn vor allem in Zeiten knapper Kassen sind es die Kommunen, die wichtige Aufgaben vor Ort stemmen müssen. Ohne eine ausreichende Finanzierung wird das künftig nicht funktionieren. Dann bleibt vieles auf der Strecke. Insofern ist meine Hoffnung für 2025, dass auch die Bundespolitik endlich wieder erkennt: Stabile Kommunen kommen am Ende allen Bürgerinnen und Bürgern zugute.

Bleiben wir beim Thema Finanzen, die uns als Kommune in diesen Tagen besonders umtreiben. Im Januar startet das kommunalpolitische Leben in Calau mit den Ausschüssen sowie der Stadtverordnetenversammlung am 29. Januar. Ein Hauptpunkt wird hier der Beschluss des Haushaltes 2025 sein. Lassen Sie mich sagen: Nein, wir sind nicht arm! Wir müssen aber gemeinsam schauen, was wir mit den verfügbaren Mitteln machen und bewirken können. Die kommunale Teilhabe aus Projekten der erneuerbaren Energien sind ein Teil davon – sie sind aber auch kein Allheilmittel. Es geht hier auch nicht primär um Kostenerhöhungen, die auf Krampf durchgedrückt werden sollen. Es geht darum, wichtige und liebgewonnene freiwillige Leistungen dauerhaft zu erhalten. Hierunter zählt beispielsweise unser Freibad. Ich habe bereits nach dem Saisonabschluss 2024 darüber in den Gremien mehrfach berichtet, dass man sich über eine moderate Anpassung der langjährigen Eintrittspreise unterhalten muss. Ich denke, dass dies bei Gesamtkosten von 241.000 Euro im Jahr 2024 und bei Einnahmen von lediglich 26.000 Euro (aus Eintrittsgeldern) durchaus legitim ist.

Ein weiteres Thema sind die Hundesteuern, die ja bereits im alten Jahr thematisiert wurden. Ja, die Hundesteuer wurde um 1,67 Euro pro Hund je Monat erhöht. Auch wenn zwischen Hundesteuererhebung und Finanzierung der Hundetoiletten kein unmittelbarer Zusammenhang besteht, müssen die Hundetoiletten zusätzlich finanziert werden. Dabei wurden diese nicht nur in der Kernstadt aufgestellt, sondern auch in Werchow. Hier wurde auch auf Hinweise und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern reagiert, um Alternativen zu „Tretminen“ zu schaffen. Positiv anmerken möchte ich zudem, dass die Winterdienstgebühren mit der neuen Satzung von 2,31 Euro je Meter auf 1,40 Euro je Meter reduziert wurden. Dies ist der positive Effekt der Durchführung des Winterdienstes durch zwei ortsansässige Firmen sowie dem städtischen Bauhof.

Nach so vielen Zahlen und anstehenden Herausforderungen im kommenden Jahr ist es wichtig, den Blick zurück zu wagen und sich an schöne Dinge zu erinnern. Dazu zählt zweifelsohne auch der Calauer Weihnachtsmarkt, der am zweiten Adventswochenende wieder in unsere festlich geschmückte Innenstadt lockte. Ich bin überzeugt davon, dass das Konzept des Veranstalters bei Menschen aller Altersklassen gut ankommt. Einen Rückblick finden Sie in dieser Ausgabe auf Seite __, Fotos finden Sie von beiden Tagen auch auf www.calau.de/bildergalerie

Was bringt uns nun 2025? Es stehen einige Projekte an, die es gemeinsam zu stemmen gilt. Über ein wichtiges Großprojekt werde ich aber erst im Laufe des Jahres mehr berichten können. Was wichtig sein wird, ist der Zusammenhalt auf allen Ebenen des kommunalen Lebens. Neben der hoffentlich weiterhin konstruktiven Zusammenarbeit mit den Stadtverordneten sowie den Vertretern unserer Ortsteile wird es auch in diesem Jahr wieder auf alle Menschen unserer Kommune ankommen. Da wird im Ehrenamt Tag für Tag Großartiges geleistet. Einen kleinen Eindruck davon bekommen Sie übrigens auf Seite __ dieser Ausgabe, wo wir über die jüngste Auszeichnungsveranstaltung der Ehrennadel der Stadt Calau berichten. Im Rahmenprogramm stellte die Sängerin Josi Fia (bürgerlich: Josefine Fialkowske) ihren eigens für die Veranstaltung getexteten Song „Hand in Hand im Ehrenamt“ vor. Eine Zeile daraus geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Da heißt es: „Ohne Zusammenhalt, was wären wir dann? Wir sind eine Stadt, die sich sehen lassen kann.“ Rufen wir uns dies in diesem Jahr öfter ins Gedächtnis, auf allen Ebenen. Dann, da bin ich sicher, wird es ein erfolgreiches Jahr 2025.

Liebe Calauerinnen, liebe Calauer: Ein neues Jahr voller Chancen steht bereit. Jeder Einzelne, ob beruflich, im Ehrenamt oder privat, wird bestrebt sein, das Beste daraus zu machen. Für alle diese Aufgaben wünsche ich Ihnen die notwendige Schaffenskraft, viel Durchhaltevermögen und vor allem beste Gesundheit.

Mit optimistischen Grüßen zum neuen Jahr

Ihr Bürgermeister
Marco Babenz