Der Calauer Bauamtsleiter Christian Spiller (rechts) pflanzte gemeinsam mit dem Ausschuss-Vorsitzenden die junge Zitterpappel im Stadtwald.
Im Stadtwald von Calau ist am 11. März der „Baum des Jahres 2026" gepflanzt worden: eine Zitterpappel. Im Rahmen der Sitzung vom Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr & Tourismus übernahmen Bauamtsleiter Christian Spiller und der Ausschussvorsitzende Leo Hille die Aufgabe und setzten den jungen Baum gemeinsam ein.
Das Kuratorium „Baum des Jahres" kürt seit 1989 jährlich eine Baumart, um sie ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ziel ist es, die ökologische Bedeutung, den Naturschutz und die Vielfalt der Arten zu fördern. Die Wahl in diesem Jahr fiel bewusst auf die Zitterpappel, denn sie gilt als besonders anpassungsfähig und spielt in naturnahen Wäldern eine wichtige Rolle. Die Zitterpappel, auch Espe oder Aspe genannt, gehört zu den Weidengewächsen und ist in weiten Teilen Europas heimisch. Ihren Namen verdankt sie den charakteristischen Blättern, die an langen, abgeflachten Stielen hängen und schon bei leichtem Wind auffällig zittern. Der Baum wächst vergleichsweise schnell und kann an guten Standorten Höhen von bis zu 35 Metern erreichen. Im Rahmen der Pflanzung betonte der Calauer Stadtwaldförster Felix Freund die Rolle der Zitterpappel als Pionierbaum. „Da er neue Triebe aus Wurzeln bilden kann, schafft es dieser Baum schnell offene Flächen, etwa nach Bränden oder Sturmschäden wieder zu besiedeln." Dies sei auch bei der Fläche im Stadtwald so, die vor einigen Jahren durch einen Flächenbrand geschädigt und nun wieder aufgeforstet wird.
Das Laub der Zitterpappel verbessert zudem die Bodenstruktur und ihre Bestände bieten zahlreichen Insekten, Vögeln und Säugetieren Lebensraum. Gerade im Zuge des Klimawandels gewinnt die Zitterpappel wieder an Bedeutung. Sie verträgt unterschiedliche Bodenverhältnisse, kommt mit zeitweiliger Trockenheit zurecht und wächst auch auf nährstoffarmen Standorten. Dadurch kann sie dazu beitragen, geschädigte oder geschwächte Waldflächen rasch wieder zu begrünen und die natürliche Waldentwicklung zu unterstützen.