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Gemeindebote - Amts- und Mitteilungsblatt
Ausgabe 4/2026
Mitteilungen der Gemeinde
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Mitteilungen der Gemeinde

 

Der Bürgerpolizist informiert

Ich möchte Sie in dieser Ausgabe auf eine gängigen Betrugsmasche hinweisen.

„Anlage-Betrug: Das steckt hinter der Masche mit falscher Promi-Werbung“

Mit wenig Zeitaufwand und nur einem kleinen Startkapital schnell viel Geld verdienen!

Das klingt für viele interessant. Wenn dann auch noch Prominente wie Peter Maffay, Dieter Hallervorden oder Günther Jauch diese angeblich todsicheren Geldanlage-Tipps geben, kann doch nichts schief gehen, oder? Vorsicht! Dahinter steckt eine fiese Betrugsmasche. Ich erkläre Ihnen, woran Sie den Anlagen-Betrug erkennen und wie Sie sich davor schützen können.

Wie funktioniert die Betrugsmasche?

Immer wieder stoßen Verbraucherinnen und Verbraucher auf dubiosen Werbeanzeigen – sei es auf eigentlich seriösen Webseiten (z. B. die Startseite von E-Mail-Anbietern wie web.de, gmx.de oder t-online.de) oder Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo. Die Promis dienen dabei als Lockvögel. In vermeintlich glaubwürdigen Artikeln wird über Tipps zum Geldanlegen von Prominenten wie Peter Maffay, Dieter Hallervorden oder auch Günther Jauch berichtet. Das Versprechen: schnell und ohne viel Aufwand reich werden. Eine Masche, die Verbraucherinnen und Verbraucher zur Investition auf fragwürdigen Anlage-Plattformen bewegen soll. Über einen Link kommen Interessierte auf eine professionell wirkende Trading-Plattform, auf der sie sich mit ihren Kontaktdaten anmelden müssen. Diese Plattformen geben meist vor, im europäischen Ausland zu sitzen.

Die Anmeldung geht meist schnell und unkompliziert. In einem letzten Schritt muss dann noch ein Geldbetrag als Anfangsinvestition ausgewählt werden. Diese können schon bei 250 bis 500 Euro beginnen, aber auch über 1.000 Euro liegen. Sobald die Betroffenen ihre Kontaktdaten dort angegeben haben, meldet sich ein vermeintlicher Anlageberater (Broker) per Telefon, mit dem das Konto verifiziert und eingerichtet werden soll. Das Konto (Depot) würde dann mit der Überweisung des Startkapitals aktiviert werden.

Von da an rufen die vermeintlichen Anlagenberater fast täglich an. Häufig mit einer technisch manipulierten Vorwahl aus dem Ausland (London, Paris, Wien etc.). Sie bauen gezielt über Wochen oder Monate das Vertrauen zu ihren Opfern auf, um diese zu weiteren Zahlungen zu verleiten. Einen aktiven Zugriff auf ihr Konto haben die Kundinnen und Kunden jedoch nicht. Sie können nur die Entwicklungen nachverfolgen, wie der investierte Geldbetrag innerhalb kurzer Zeit angeblich enorm wächst. Häufig verschaffen sich die Berater mit der Software „AnyDesk“ oder „TeamViewer“ Fernzugriff auf den Rechner ihrer Opfer, um Änderungen oder Zahlungen zu autorisieren. Dadurch haben die Betrüger freie Hand, können ohne Einfluss der Betroffenen agieren und so noch mehr Daten abgreifen.

Wollen Betroffene sich nach einiger Zeit den Geldbetrag aus ihrem Depot auszahlen lassen, beginnen jedoch die Probleme: Die Betrüger knüpfen eine Auszahlung der Rendite an weitere Bedingungen, fordern angebliche Gebühren für Notar, Versicherungen, Geldwäschezertifikate sowie Steuern oder brechen den Kontakt völlig ab.

Wie schütze ich mich?

Seien Sie skeptisch, wenn Webseiten über Erfolgsgeschichten von Einzelpersonen berichten, die angeblich super schnell reich geworden sind. Hohe Renditen in extrem kurzer Zeit sind eher unrealistisch zu erreichen.

Werden Sie ebenfalls misstrauisch, wenn behauptet wird, ein Anbieter hätte „exklusive Handelsgeheimnisse“ oder eine „spezielle Software“, die nur Ihnen zugänglich sei. Oft üben die Betrüger Druck aus, indem Sie angeben, dass das Angebot begrenzt sei.

Ignorieren Sie Angebote, die unrealistisch erscheinen oder schnelle Gewinne versprechen.

Klicken Sie nicht auf unbekannte Links oder Werbebanner, selbst, wenn diese auf seriösen Plattformen erscheinen.

Sind Sie unsicher, ob das Angebot seriös ist? Suchen Sie in Online-Foren nach Erfahrungen von anderen Nutzerinnen und Nutzern, die möglicherweise schon auf ähnliche Betrügereien gestoßen sind.

Geben Sie keine Daten (Name, E-Mail, Telefonnummer) auf unbekannten Plattformen preis.

Nutzen Sie Erweiterungen für den Internetbrowser, die vor betrügerischen Webseiten warnen.

Bevor Sie sich für einen Dienst anmelden, informieren Sie sich über den Anbieter beziehungsweise die Trading-Plattform. Gibt es ein Impressum? Steht das Unternehmen in der Unternehmensdatenbank der BaFin?

Geben Sie unbekannten Dritten keinesfalls mit einer Software wie „TeamViewer“ oder „AnyDesk“ Fernzugriff auf Ihren Rechner.

Bleiben Sie immer wachsam….

Für eventuelle Rückfragen bin ich wie folgt zu erreichen:

Polizeirevier Oschatz

03435 650218

Mobil

0173 9615170

Ihr Bürgerpolizist René Stephan