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Elbe-Fläming-Kurier Das Amtsblatt der Stadt Coswig (Anhalt)
Ausgabe 10/2026
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Informationen (Teil 2) zum Baubeginn der Löschwasserzisterne in Düben

Wir möchten Sie hiermit über den unmittelbar bevorstehenden Baubeginn der Löschwasserzisterne, die im Ortsteil Düben auf städtischem Grund errichtet wird, informieren.

Diese Maßnahme ist unbedingt notwendig, da sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung und damit zur Verbesserung des Brandschutzes im Ortsteil Düben darstellt. Sie bedurfte einer umfangreichen planerischen Vorbereitung. So waren im Vorfeld der Maßnahme zahlreiche Genehmigungsverfahren erforderlich.

Dazu gehörten insbesondere die Einholung einer wasserrechtlichen Erlaubnis, die Abstimmung mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden sowie die Einholung naturschutzrechtlicher Stellungnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung aller relevanten Anforderungen zum Schutz von Tier- und Pflanzenarten.

Darüber hinaus wurde ein Baugrundgutachten erstellt, welches insbesondere Aussagen zur Tragfähigkeit des Bodens sowie zu den Grundwasserverhältnissen enthält. Ergänzend erfolgte die fachliche Bewertung durch einen Brandschutzprüfer zur Sicherstellung der normgerechten Ausführung der Löschwasserversorgung. Daneben waren weitere verwaltungsrechtliche Abstimmungen und fachtechnische Prüfungen erforderlich, die im Ergebnis eine sichere und regelkonforme Umsetzung der Maßnahme gewährleisten sollen.

Nach positiver Gesamtprüfung sämtlicher Unterlagen wurde die Baugenehmigung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Wittenberg erteilt. Im Anschluss daran erfolgte die Ausschreibung der Bauleistungen gemäß den geltenden Vergaberichtlinien. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens wurde der Auftrag an ein lokales Fachunternehmen vergeben und damit Herstellung sowie Lieferung der Löschwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 100 m³ beauftragt.

Im Vorfeld erfolgte eine Antragstellung auf Zuwendungen mit positivem Ausgang. Dadurch konnte eine Förderung für das Vorhaben eingeworben werden. Grundlage hierfür war die positive Entscheidung der „Lokalen Aktionsgruppe Mittlere Elbe-Fläming e. V.“ sowie des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt, die mit ihren Zuwendungen i. H. von 75 % das Projekt erst ermöglicht hat.

Der Baubeginn ist für die Kalenderwoche 17, also ab dem 20.04.2026 vorgesehen. Zu Beginn der Arbeiten erfolgt die Einrichtung der Baustelle, einschließlich der notwendigen Absicherungsmaßnahmen sowie der Bereitstellung von Baumaschinen und Materialien. Im Anschluss daran wird der Aushub der Baugrube durchgeführt.

Aufgrund der vorhandenen Grundwasserverhältnisse, einem hohen Grundwasserstand, sind Maßnahmen zur Wasserhaltung erforderlich. Die dazu nötige Grundwasserabsenkung zur Trockenlegung der Baugrube erfolgt in einem geschlossenen Verfahren, dass hier gegenüber dem offenen Abpumpen des Wassers Vorteile bietet. Dabei werden sogenannte Lanzen (Vakuumlanzen) eingesetzt, die eine gezielte Absenkung des Grundwasserspiegels im Bereich der Baugrube ermöglichen. Dies stellt sicher, dass die Baugrube während der gesamten Bauphase trocken bleibt und die Arbeiten ohne Beeinträchtigungen zügig durchgeführt werden können.

Nach Herstellung der Baugrube und Vorbereitung des Untergrundes wird die vorgefertigte Zisterne mittels eines Krans in die Baugrube eingesetzt. Im direkten Anschluss erfolgt die Befüllung der Zisterne mit dem zuvor abgepumpten und gefilterten Grundwasser. Diese Maßnahme dient der Vermeidung von Auftriebskräften, d.h. der leere Behälter würde sonst, nach der Beendigung der Grundwasserabsenkung, „aufschwimmen“. Nach vollständigem Einbau und Erreichen des vorgesehenen Fassungsvermögens von 100 m³ werden die Saugleitungen für die Feuerwehr eingebracht und es erfolgt noch der Einbau von Be- und Entlüftungseinrichtungen für den reibungslosen Betriebs.

Im weiteren Verlauf erfolgt die Wiederverfüllung der Baugrube sowie die Wiederherstellung der Oberfläche. Dabei soll die derzeit vorhandene Grünfläche vollständig rekultiviert und damit in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.

Diese Maßnahme ist ein essenzieller Beitrag zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung und damit zur Verbesserung des Brandschutzes im Ortsteil Düben dar.

Über den weiteren Baufortschritt werden wir Sie auf unseren städtischen Instagram- und Facebook Accounts, sowie hier im Amtsblatt laufend informieren.

Amt für Stadtentwicklung, Sicherheit und Kultur – Bereich Brand- und Kat-schutz