Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen auf dem Dorfplatz in Düben konnte ein wichtiges Infrastrukturprojekt erfolgreich umgesetzt werden. Herzstück der Maßnahme ist eine Löschwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 100 m³. Sie steht der Feuerwehr im Brandfall als zusätzliche Löschwasserreserve zur Verfügung und verbessert damit die örtliche Löschwasserversorgung erheblich.
Warum wurde die Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 100 m³ errichtet? Die erforderliche Löschwassermenge richtet sich nach den Vorgaben des DVGW-Arbeitsblattes W 405 und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Art der Bebauung (Wohn-, Misch-, Gewerbe- oder Industriegebiet), die Gefahr der Brandausbreitung sowie die notwendige Schutzart (Grundschutz oder Objektschutz).
Die nach W 405 erforderlichen Löschwassermengen liegen typischerweise zwischen 24 m³ und 192 m³ pro Stunde über einen Zeitraum von zwei Stunden. Daraus ergeben sich vorzuhaltende Wassermengen zwischen 48 m³ und 384 m³. Die konkrete Bemessung erfolgt anhand der örtlichen Bebauung und der vorhandenen Brandlasten.
Für ein typisches Wohngebiet mit überwiegend freistehenden Wohnhäusern wird häufig ein Löschwasserbedarf von 48 m³ pro Stunde über zwei Stunden angesetzt. Dies entspricht einer erforderlichen Löschwassermenge von insgesamt 96 m³. Die in Düben errichtete 100-m³-Zisterne erfüllt damit die Anforderungen für den örtlichen Grundschutz und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Brandsicherheit in der Ortschaft bei.