Nr. 14/26
Magdeburg, den 17. Februar 2026
Pressesprecher
In dieser Woche beginnen in Coswig (Anhalt) die ersten
vorbereitenden Maßnahmen für den Ersatzneubau der seit längerer
Zeit gesperrten Brücke an der Landesstraße (L) 121 (Geschwister-
Scholl-Straße). Das Bauwerk führt über die Gleise der Bahn und wird
vollständig neu errichtet.
Das Land Sachsen-Anhalt (rd. 5 Mio. Euro) und die Deutsche Bahn
(rd. 3,5 Mio. Euro) investieren rund 8,5 Millionen Euro in das
Vorhaben.
„Dem Zustand der Brücken widmen wir größte Aufmerksamkeit bei der
Unterhaltung unseres Straßennetzes“, sagte die Ministerin für
Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, vor dem Baustart. „Eine
leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist unerlässlich für die Mobilität
der Menschen, vor allem aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung
in unserem Land“, betonte sie. Die Bauwerke seien den zunehmenden
Verkehrsbelastungen besonders ausgesetzt, bildeten aber zugleich
die Nadelöhre der vielbefahrenen Trassen und müssten daher immer
sicher und flüssig passierbar sein.
Bevor Anfang Mai mit dem Abriss der bestehenden Brücke aus dem
Jahr 1985 begonnen werden kann, sind bereits jetzt vorbereitende
Arbeiten erforderlich. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Brut-
und Setzzeiten (April bis Juli) müssen im Bereich der künftigen
Baustelle insgesamt vier Bäume gefällt werden. Der Ausgleich erfolgt
zu einem späteren Zeitpunkt durch Ersatzpflanzungen. Zudem wird
der bisherige Altglascontainer verlagert; die neue Sammelstelle
befindet sich künftig am Bahnhof.
Mit der Einrichtung der Baustelle kommt es ab Mai zu Änderungen in
der Verkehrsführung. Die bestehende Sperrung der Geschwister-
Scholl-Straße wird bis zur Einmündung der Eisenbahnstraße erweitert.
Der Verkehr wird in diesem Zeitraum über den Stadthufen umgeleitet.
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PRESSEMITTEILUNG
Der Abbruch der alten Brücke sowie der Neubau erfolgen teilweise
innerhalb nächtlicher Sperrpausen der Bahn. Während der Bauzeit
kann es daher zu erhöhtem Baulärm kommen, zeitweise auch in den
Nachtstunden. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden hierzu
rechtzeitig vor Baubeginn im Rahmen einer Informationsveranstaltung
umfassend informiert.
Die neue Brücke soll voraussichtlich Mitte 2028 für den Verkehr
freigegeben werden.
Im Zuge des Neubaus wird die Linienführung der Geschwister-Scholl-
Straße auf einer Länge von rund 200 Metern verbessert.
Gleichzeitig wird die Stützweite des Bauwerks verringert und der
bisherige Pfeiler im Gleisbereich vollständig zurückgebaut. Aufgrund
technischer Vorgaben muss zudem die lichte Höhe der Brücke
vergrößert werden, sodass das neue Bauwerk etwa einen Meter höher
liegt als die bestehende Brücke.
Die nordöstlich einmündende Eisenbahnstraße wird auf einer Länge
von rund 40 Metern an den Bestand angepasst. Auf der Nordseite
entsteht zusätzlich eine etwa 20 Meter lange Stützmauer.
Darüber hinaus wird die Geschwister-Scholl-Straße im Baubereich
umfassend um- und ausgebaut. Hierzu zählen die Neuverlegung
sämtlicher Medienleitungen, darunter Mittel- und Niederspannung,
Gas, Telekommunikation, Glasfaser sowie Trink-, Regen- und
Schmutzwasser. Der Fahrbahnoberbau wird erneuert, ebenso die
Geh- und Radwege sowie die Grundstückszugänge der
Anwohnerinnen und Anwohner.
Bereits im ersten Schritt der Gesamtmaßnahme wird die Bahnstrecke
auf einer Länge von knapp 500 Metern an die neue
Brückenkonstruktion angepasst. Diese Arbeiten beginnen bereits im
April.
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für Infrastruktur und Digitales abgerufen werden:
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