Am 18. März 2026 fand im Ratssaal des Gemeinde- und Bürgerzentrums vor der Gemeinderatssitzung eine öffentliche Einwohnerversammlung statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK).
Bürgermeister Thomas Martolock begrüßte die anwesenden Gemeinderäte und Gäste sowie Frau Elles von der STEG, die das Konzept vorstellte. Das INSEK bildet die strategische Grundlage für die Entwicklung der Gemeinde in den kommenden 10 bis 15 Jahren und ist zugleich Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln.
Das Konzept versteht sich als flexible Leitlinie, die regelmäßig angepasst werden kann. Bereits im Jahr 2008 wurde ein erstes Konzept für Cunewalde erstellt, die aktuelle Fortschreibung läuft seit 2024. Ein Beschluss des Gemeinderates ist für April 2026 vorgesehen.
Im Konzept wurden sowohl thematische als auch räumliche Schwerpunkte herausgearbeitet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Ortszentrum Niedercunewalde sowie der Albert-Schweitzer-Siedlung als „Insel der Generationen".
Zu den übergreifenden Maßnahmen zählen unter anderem die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes sowie der geplante Neubau des Bauhofes. Darüber hinaus wurden zahlreiche Einzelmaßnahmen in den Ortsteilen betrachtet, darunter:
Ein weiterer Schwerpunkt war die Bevölkerungsentwicklung. Prognosen gehen von einem Rückgang der Einwohnerzahlen bis zum Jahr 2040 aus. Während der Wanderungssaldo zuletzt positiv war, überwiegt weiterhin die Differenz aus Geburten und Sterbefällen.
In der Albert-Schweitzer-Siedlung stehen derzeit einige Wohnungen leer, unter anderem aufgrund laufender Modernisierungen. Gleichzeitig besteht weiterhin Nachfrage nach Wohnraum, sodass die Entwicklung der bestehenden Wohngebiete eine wichtige Rolle spielt.
Im Rahmen der Diskussion wurde auch die zukünftige Wärmeversorgung angesprochen. Das INSEK enthält hierzu nur grundlegende Aussagen. Die Gemeinde verwies darauf, dass eine separate kommunale Wärmeplanung gesetzlich vorgeschrieben ist.
Derzeit werden etwa 20 Prozent der Haushalte über die Wärmeversorgung Weigsdorf-Köblitz versorgt. Weitere Heizsysteme im Ort sind unter anderem Festbrennstoffheizungen, Nachtspeicheranlagen und Gasversorgung in Teilbereichen.
Aus dem Gemeinderat wurde das Konzept insgesamt positiv bewertet. Einzelne Hinweise betrafen unter anderem die Abgrenzung von Fördergebieten sowie die Einbeziehung weiterer Ortsteile.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes derzeit noch nicht finanziert ist und die Gemeinde daher vorerst weiterhin mit einzelnen Satzungen arbeiten muss.
In der anschließenden Fragerunde wurde unter anderem nach dem Zeitplan für den Ausbau der Straße zwischen Schönberg und Pielitz gefragt. Die Verwaltung teilte mit, dass die Bauarbeiten in den Sommerferien geplant sind. Zudem wurde eine bessere Abstimmung zwischen den beteiligten Behörden angekündigt.
Die Einwohnerversammlung endete nach rund einer Stunde.