Titel Logo
Heimatzeitung für das Cunewalder Tal („Czorneboh-Bieleboh-Zeitung“)
Ausgabe 6/2026
Amtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Abschied von einer der wohl dienstältesten Gewerbetreibenden in Cunewalde – Fußpflege Doris Lehmann beendet nach 55 Jahren ihre Geschäftstätigkeit

 

Über Jahrzehnte zählte sie zum unverzichtbaren Bestandteil der Cunewalder medizinischen Versorgung. Nun gibt Doris Lehmann nach 55 Jahren ihre Geschäftstätigkeit als medizinische Fußpflege in Cunewalde auf. Ihr Alter verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht, außerdem erscheint sie vielen treuen und langjährigen Kunden noch genauso jung wie vor 30 Jahren!

Was vor 55 Jahren vielen sicherlich nicht mehr in Erinnerung in einem früheren Ladengeschäft an der Hauptstraße 23 in Niedercunewalde begann, hat Doris Lehmann nach 1990 über 30 Jahre im früheren „Ambu“ im Kirchweg 15 fortgeführt.

Die Zahl der Kunden, die als mehr oder weniger geplagter „Fußträger“ um eine Pflege derselben bei ihr aufsuchten, lässt sich wohl nicht mehr komplett ermitteln. Dass eine solche Behandlung auch nicht als Stummfilm stattfinden kann, war ebenso ein großes Markenzeichen. Für viele ihrer Kundinnen und Kunden waren das persönliche Gespräch und der Austausch über viele Dinge des Lebens fast ebenso wichtig, wie die Gesundheit der eigenen Füße. Wohl niemand der vielen Kunden kann sich daran erinnern, dass „ihrer Doris“ einmal ein böses Wort über die Lippen gekommen ist.

Bescheiden wie sie ist, wollte sie auch anlässlich der Ende März durch den Bürgermeister übermittelten Glückwünsche zum 55. Geschäftsjubiläum keinen großen Ruhestands- oder Abschiedsartikel haben, denn sie wollte ihre Kunden nicht verunsichern. Bis Ende Juni steht sie für sie nämlich noch zur Verfügung.

Fest steht, dass im positiven Sinne mit der Fußpflege Doris Lehmann eine sprichwörtliche Institution im Ort nunmehr in den Ruhestand tritt – sie hat es sich auch mehr als verdient. Deshalb wünschen wir auf diesem Wege Doris Lehmann alles Gute für den nunmehrigen Ruhestand, der mit Sicherheit auch künftig nicht der ruhigste Ruhestand werden wird!

Thomas Martolock, Bürgermeister