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Heimatzeitung für das Cunewalder Tal („Czorneboh-Bieleboh-Zeitung“)
Ausgabe 9/2026
Amtlicher Teil
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Anrufe im Bauamt oder beim Bürgermeister sind besser als anonyme Briefe – oder: ABM-Motivation in den 90er Jahren und 1 €-Job-Motivation heute

In den Zeiten in denen man viele Hinweise - gut gemeinte, ebenso wie eher unrichtige Feststellungen am einfachsten über die sozialen Medien, wie Facebook etc. transportiert, sind anonyme Briefe aus der Mode gekommen. Anonyme Briefe waren jedoch in Zeiten vor dem Internet ebenso kein gutes Mittel, wie manch heutiger „Hinweis“ in den Weiten vom Internet – in den meisten Fällen haben sie zudem leider keine konkreten Lösungsvorschläge oder Hilfsangebote zum Inhalt!

 

 

Zuletzt erreichte uns ein anonymer Brief mit Hinweisen darauf, welche Leistungen der Bauhof, speziell im Bereich am – erst in den 90er Jahren durch ABM errichteten - Fußweg zwischen der ASS und dem Sonnenweg und dem Bereich „Hotel Alter Weber“ noch zu verrichten hat. Natürlich ist es leicht das festzustellen, aber vielleicht hilft auch einmal die Berücksichtigung des guten alten Sprichwortes „Viele Hände machen ein schnelles Ende“.

Die personellen Kapazitäten des Bauhofes sind bekanntermaßen beschränkt, auch aus Kostengründen!

Während es speziell in den 90er Jahren noch dutzende von ABM-Stellen für diese Tätigkeiten gab und die meisten damaligen Mitarbeiter, die damals arbeitslos wurden, sehr fleißig und arbeiten gewohnt waren, ist hier die Welt heute eine leider etwas andere.

4 Stellen für 1 €-Jobs für 100 Arbeitslose – und dennoch nicht sofort alle Stellen besetzbar!

Es gibt kaum noch geförderte Beschäftigungsangebote. Der Gemeinde war es Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Jobcenter aber gelungen, zum 1.Mai 2026 vier Stellen bewilligt zu bekommen. Das ist erst einmal sehr positiv. Nicht so positiv ist das Ergebnis der Besetzungen: Obwohl wir leider wieder über mehr als 100 Arbeitslose in Cunewalde verfügen, waren Mitte Mai 2026 noch nicht einmal alle Stellen besetzt.

Es bedurfte einer Vielzahl konkreter Vermittlungsangebote des Jobcenters an Langzeitarbeitslosen, in deren Folge in den Wochen ab Mai insgesamt 9 Arbeitslose für diese Tätigkeiten vermittelt wurden.

Lediglich ein einziger der 4 Teilnehmer ist seit 1. Mai ununterbrochen in der Maßnahme tätig. Weitere haben aus verschiedenen Gründen gewechselt. Interessant ist durchaus auch, dass die Gemeinde beim Jobcenter aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung konkrete namentliche Besetzungsvorschläge von Bürgern aus dem Gemeindegebiet unterbreitet hatte, die im Ergebnis aus verschiedenen Gründen (entweder überhaupt nicht registriert oder aber schon beim Beratergespräch als Krank gemeldet) nicht vermittelt werden konnten.

Nicht alle Wege sind öffentlich gewidmet – Anliegerpflichten bitte beachten!

Darüber hinaus noch die gut gemeinten Hinweise – mit oder ohne der Pflicht gemäß der gemeindlichen Satzung zur Säuberung des angrenzenden Gehweges oder Schnittgerinnes - sind viele dieser guten Ratschläge auch in Eigenleistung oder kleinen Arbeitseinsätzen leistbar. Der aktuell viel kritisierte Weg entlang der alten Kinderkrippe ist kein öffentlicher Weg, sondern Bestandteil dieses Grundstückes und langfristig aufgrund des Verkaufes dieses gesamten Gebäudes ohnehin nicht mehr für eine Wegenutzung vorgesehen.

In unmittelbarer Nähe gibt es hierzu viele und auch sehr oft genutzte Alternativen, um z.B. über den Kaufhallenweg zu seiner Garage an der Oberlausitzer Straße zu gelangen.

Aber auch diese Dinge wären in einem Telefonat oder aber einem Besuch der Bürgerfragestunde des Gemeinderates oder des Bürgermeisters zu besprechen und die Hinweise würden natürlich aufgenommen.

 

Thomas Martolock, Bürgermeister