Für Luise Bohry aus der Feuerwehr Ochsensaal und Theresia Löwe aus der Feuerwehr Dahlen wurde der 18. April 2026 zu einer ganz besonderen Herausforderung. Wochenlang hatten sie sich intensiv vorbereitet: schweißtreibende Trainingseinheiten und unzählige Treppenläufe in voller Ausrüstung bestimmten ihren Alltag.
Ihr Ziel war dabei immer klar – gemeinsam ankommen, über den Dächern Berlins.
Am Wettkampftag galt es die 39 Etagen, 110 Höhenmeter und 770 Stufen des Park Inn Hotel Berlin am Alexanderplatz zu bewältigen – und das nicht einfach so, sondern in kompletter Feuerwehrschutzausrüstung und unter Atemschutz mit rund 20 Kilogramm Zusatzgewicht. Schon nach den ersten Etagen wurde deutlich, wie anspruchsvoll dieser Lauf ist.
Die Belastung nahm stetig zu, jeder Schritt wurde schwerer - und am Ende zählten vor allem Ehrgeiz und fester Wille.
Genau hier zeigte sich, was ihr Training bewirkt hatte. Trotz der extremen Bedingungen arbeiteten sie sich als Team nach oben. Aufgeben war keine Option – dafür hatten sie zu viel investiert.
Rund 400 Teams aus verschiedenen Nationen gingen insgesamt an den Start, darunter 14 Frauenteams in der Ladies-Wertung. In diesem Teilnehmerfeld erreichten Luise Bohry und Theresia Löwe mit einer Zeit von 10 Minuten und 27 Sekunden einen hervorragenden 5. Platz in ihrer Kategorie sowie Platz 149 in der Gesamtwertung - ein Ergebnis, das ihren Einsatz eindrucksvoll widerspiegelt.
Noch wichtiger als die Platzierung war jedoch das gemeinsame Erlebnis. Der Moment im Ziel, hoch über Berlin, machte all die Anstrengung wett. All die Wochen voller Training und der starke Rückenhalt haben sich am Ende ausgezahlt.
Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützern, die sie auf diesem Weg begleitet haben. Dazu zählt insbesondere die Möglichkeit, das Grundschulgebäude für das Training nutzen zu dürfen, sowie das entgegengebrachte Vertrauen durch den Schulleiter Herrn Hennig. Ebenso gilt der Dank allen Beteiligten, die das Training unterstützt und mit ihrer Motivation begleitet haben. Ohne diesen Rückhalt wäre diese Erfahrung nicht möglich gewesen. Am Ende bleibt vor allem eines: Stolz, Dankbarkeit und das Wissen, dieses Ziel gemeinsam erreicht zu haben.