Foto: Prießener Freizeitfreunde e. V.
Am Sonntag, den 30.08. trafen sich viele Prießener, um mit dem Fahrrad die nähere Umgebung zu erkunden. Ziele waren Orte im Umfeld von Prießen, die eine historische Bedeutung hatten. Geführt wurde diese Tour von unserem Ortschronisten Matthias Krumpholz. Wir trafen uns kurz nach dem Mittagessen an der Sitzgruppe am Friedhof. Dort gab es auch gleich die erste Station: Der Stumpf eines ehemaligen Sühnekreuzes. Vom wahrscheinlich im 17. Jahrhundert errichteten Sühnekreuz sind mit der Zeit die Arme und der Kopf abgeschlagen bzw. verwittert. Weiter ging es, vorbei am Standort des alten Betonsteinwerkes im südlichsten Teil des Dorfes, auf dem Fahrradweg bis zum ehemaligen Handelsplatz an einer Kreuzung inmitten des Waldes. An diesem Ort wurden in früheren Jahrhunderten Waren umgeschlagen. Der weitere Weg führte uns zur sogenannten „Denkmallinie“, an welcher sich auch der Gedenkstein an den Forstlehrling August Lüpke befindet. Dieser war Sohn des Försters aus der Försterei Weißhaus und wurde von einem ertappten Holzdieb im Jahre 1866 erschlagen. Dann ging es für uns weiter vorbei am Standort der Försterei Weißhaus zu den ehemaligen Pechhütten. Leider ist von diesen alten Hütten heutzutage nichts mehr in der Örtlichkeit erkennbar. Danach kamen wir zu der Sitzgruppe am Fahrradweg, wo uns eine reichliche und schmackhafte Verpflegung erwartete. Gestärkt bestiegen wir wieder unsere Fahrräder und fuhren durch den Wald bis zu einer Kreuzung, die der „Tote Mann“ genannt wird. An dieser Stelle wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Förster erschlagen. Der weitere Weg führte uns wieder zurück in Richtung Dorf. Wir hielten hinter dem Friedhof am Standort der ehemaligen Schießbahn an. Der umgebende Erdwall ist auch heute noch zu sehen, das früher vorhandene Betonhaus gibt es aber nicht mehr.
Zum Ausklang des Tages haben wir uns auf dem Dorfplatz versammelt, um gemütlich bei etwas Gegrilltem und Getränken die Eindrücke des Tages zu besprechen.
Wir danken allen Helfern für die leckere und vielfältige Verpflegung und natürlich Matthias Krumpholz für die interessanten und spannenden Erzählungen rund um die historischen Orte um Prießen.