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Stadtanzeiger - Amtsblatt der Stadt Doberlug-Kirchhain
Ausgabe 3/2026
Informationen aus dem Rathaus
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Kultur verbindet, stärkt und inspiriert - Landkreis Elbe-Elster eröffnete feierlich das Kulturjahr 2026 im Drahndorfhof Schlieben

Mit einer festlichen Veranstaltung eröffnete der Landkreis Elbe-Elster am 27. Februar 2026 offiziell das Kulturjahr 2026 und verlieh zugleich zum 27. Mal seine Kulturpreise. Von der Stadtverwaltung Doberlug-Kirchhain wurde die Leiterin des Fachbereiches Bauen und Erhalten Kerstin Stahl mit dem „Preis für Denkmalpflege“ des Landkreises Elbe-Elster geehrt. Mit der nachfolgenden Laudatio begründete Herr Dr. Gerd Günther die Auszeichnung von Frau Stahl:

Erbe

Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain besitzt eine eindrucksvolle Geschichte und damit verbunden auch wichtige regional und überregional bedeutende Objekte der Baukunst. Zu erwähnen wäre in diesem Kontext der gesamte Kloster-Schlosskomplex mit der Klosterkirche, dem Renaissanceschloss und dem Refektorium. Weiterhin wären hier der Rautenstock, der Kleinhof, das Rathaus, das barocke Wohnhaus Markt 1 und die Stadtkirche zu nennen.

Großprojekte

Dieses beeindruckende kulturelle und baugeschichtliche Erbe zu bewahren, zu sanieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, ist keine leichte Aufgabe. In dem letzten Jahrhundertviertel konnten unter der Leitung von Kerstin Stahl die wichtigsten Denkmalobjekte reaktiviert, saniert und einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden. Erwähnen möchte ich hier nur auszugsweise die komplette bauliche Sanierung und Restaurierung des Refektoriums, welches vormals als KFZ-Wartungshalle der ehemaligen NVA genutzt wurde und heute zu einem attraktiven Veranstaltungsort für Doberlug und Umgebung geworden ist. Die komplette Sanierung und Restaurierung des Renaissanceschlosses über viele Bauabschnitte und Jahresscheiben hinweg, welche die baulichen und räumlichen Voraussetzungen für die Erste Brandenburgische Landesausstellung im Jahr 2014 ermöglichte.

lnvestoren

Auch Großprojekte anderer Partner, wie die Stadtpfarrkirche und die Klosterkirche, die durch die zwei Kirchengemeinden saniert und instandgesetzt wurden, oder der Rautenstock, welcher durch einen privaten Investor saniert und umgenutzt wurde, begleitete Kerstin Stahl von städtischer Seite und war stets ein guter und konstruktiver Partner.

Freiflächen

Die Lebensqualität einer Stadt hängt auch im besonderen Maße vom Erscheinungsbild der städtischen Straßen und Freiflächen ab. Unter ihrer direkten Leitung wurden die meisten Straßen, Märkte und Freiräume der Stadtteile Kirchhain und Doberlug, sowie der Schlossgarten in Doberlug saniert und zukunftstauglich gemacht. Gerade in diesem Bausektor sind unterschiedlichste, und in großen Teilen sogar gegensätzliche, lnteressen der Bürger zu berücksichtigen und sinnvoll unter einen Hut zu bringen.

Denkmalbereiche

Aber nicht nur die „Schlachtschiffe" der Baukultur standen im Fokus ihrer Aufmerksamkeit. Die Bürger in den Denkmalbereichen der Stadtteile Doberlug und Kirchhain fanden immer eine konstruktive Ansprechpartnerin in Fragen der alltäglichen Gebäudesanierung. Gemeinsam mit der unteren Denkmalschutzbehörde fanden im letzten Vierteljahrhundert unzählige Beratungsgespräche mit Bürgern, Kaufinteressenten, Architekten und lngenieuren statt.

Sorgenkinder

Auch für die baulichen Sorgenkinder der Stadt versuchte sie ständig am Ball zu bleiben, Lösungs- und Nutzungsmöglichkeiten zu finden und geeignete Planungen in die Wege zu leiten. Die Rede ist hier vom Kleinhof, vom Barockgebäude Markt 1 und von der Potsdamer Str. 50-51 in Kirchhain (um nur drei Beispiele zu nennen).

Würdigung

Das erbrachte Engagement, die Zuverlässigkeit, Fachkunde und Leidenschaft von Frau Kerstin Stahl im Umgang mit den vielen genannten Baudenkmalen, Bodendenkmalen und Denkmalbereichen ihres Wirkungsbereiches verdient in besonderem Maße eine öffentliche Würdigung. Daher wird Frau Kerstin Stahl mit dem Kulturpreis, in der Kategorie „Denkmalpflege“, ausgezeichnet.