„Geschichte gibt einem Ort sein Antlitz“, hatte Theodor Fontane 1894 in seinem Essay „Vor einer Bibliothek“ geschrieben. Das hatte sich auch Hennersdorf gesagt. Daraufhin ergriff Ortsvorsteher Ralf Kirsch die Initiative zur Neuauflage der Dorfchronik. Die führte im April zur Gründung der Arbeitsgruppe mit dem obigen Titel. Ihre Leitung übernahm Harald Sacher. Am Montag, den 01.06.2026, nahm sie ihre Arbeit auf.
Nach einer Einführung von Ralf Kirsch wurden die Mittel zur Kommunikation, Art der Veröffentlichung der Ergebnisse sowie der Ortschronik, diskutiert. Im anschließenden Erfahrungsaustausch ging die Tendenz zur Nutzung der Internetplattform der Stadt Doberlug-Kirchhain, die Ortsteilen eine solche Möglichkeit anbietet. Das, sowie die Verbindungen zur Politik, übernahm Ralf Kirsch.
Nächster Punkt auf Harald Sachers Notizzettel, die Gliederung. Nach dem Ausloten verschiedener Möglichkeiten und Sichten anderer Chroniken, verständigte man sich auf die klassische Variante eines Zeitstrahls. Nebenbei kam die Geschichte vom Fund einer Hennersdorfer Steinaxt auf Potsdams Straßen ans Licht. Es zeigte sich, alle Anwesenden konnten Interessantes beisteuern, ob Flugzeugabstürze, die Geschichte von Fabriken, Bergwerken oder prähistorische Funde. Bernd Jühnichen aus Münchhausen hatte alte Unterlagen mitgebracht. Lenore Pahl steuerte Fundinformationen als Bodendenkmalpflegerin bei. Nach zweieinhalb Stunden war klar, Material fand sich genug. Also verständigte man sich auf Aufgabengebiete sowie die Sammlung und Sichtung von Material. Ralf Kirsch übernahm es die Einwohner zum Durchstöbern ihrer Keller und Dachböden aufzufordern. Lenore Pahl will sich mit steinzeitlichen Funden beschäftigen. Immer am ersten Montag im Monat trifft sich die Arbeitsgruppe. Damit war ein Anfang gemacht.
Foto: Arbeitsgruppe im Gemeindehaus Hennersdorf. Bernd Jühnichen (vorn), Lenore Pahl, Birgit Zickert (links), Ralf Kirsch (Mitte) und Harald Sacher (rechts).