Seit 2005 führt der Verein Döberner Heimatfreunde e.V. geschichtliche Vortragsreihen durch. In den ersten vier Jahren reichten die Platzkapazitäten im Sportcasino Döbern aus, aber schon 2009 wechselten wir in das geschichtsträchtige Deutsche Haus.
Am 18. Mai 2026 fand die nunmehr 20. geschichtliche Vortragsreihe statt und wir konnten wieder sehr viele geschichtsinteressierte Besucher begrüßen. Im Vorprogramm wurde der Film zum „Rundgang durch das Döberner Heimatmuseum“ gezeigt, den Ralf Klekar zusammengestellte.
Unsere Moderatorin Hannelore Guckenberger führte wie immer, sicher durch das Programm und kündigte die Vorträge an.
Gespannt waren viele auf den Vortrag aus der Döberner Schulzeit. Andreas Steiger, unser Insider, berichtete über den Zeitraum 1990 - 2007. Schwierige Zeiten und die Auflösung anderer Schulstandorte führten dazu, dass sich die Lehrerschaft immer neue Anforderungen stellen musste. Zum 125-jährigen Bestehen wurde der Schule der Name „Germanus Theiss“ verliehen. „Tim Mälzer kocht in Döbern“, so titelte die Lausitzer Rundschau und er kam 2011 zur Einweihung der neuen Schulküche.
Mit einem Schmunzeln und alten Schulregeln aus der Zeit um 1900 beendete Andreas Steiger seinen Vortrag. Diese Schulregeln sind hier auszugsweise zu lesen:
Der nächste Vortrag beschäftigte sich mit dem Weinanbau hier in der Lausitz, ganz speziell mit dem Jerischker Weinberg. Winzer und Weinküfermeister Stefan Bönsch präsentierte einleitend die unterschiedlichen Weinanbaugebiete. Der Jerischker Weinberg liegt am Südhang der Jerischker Endmöräne im Muskauer Faltenbogen. Heulende Wölfe in der Nähe des Weinbergs waren die Inspiration für den Namen „Marbachs Wolfshügel“.
Ein Musiktitel aus dem Jahre 1950 von Willy Schneider „Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär“ passte zu diesem Thema.
Einige Besucher rätselten im Vorfeld, wo die Staubwolkensiedlung liegt? Frank Berno klärte auf. Eine ehemalige Kohlengrube, in alten Dokumenten als „Unland an der Malxe“ bezeichnet und unsere heutige Malxesiedlung waren des Rätsels Lösung. Seit 1936 gibt es die Malxesiedlung. Frank Berno recherchierte punktgenau zur Geschichte der Siedlung und viele interessante Fotos und die Namen der Gründer folgten. Das sich der Vortrag auch noch zu einem spannenden ungelösten Unglücksfall entwickelte, damit hatte keiner gerechnet.
Anschließend wurde das Fotorätsel aufgelöst, die drei Schornsteine gehörten zur ehemaligen Firma Müller & Poeschmann. Stefan Bönsch zog drei Gewinner.
Andrea Konzack, Hannelore Vatter und Eberhard Müller freuten sich über ein kleines Präsent. Weitere fünf Losnummern anlässlich der 20. geschichtlichen Vortragsreihe sicherten kleine Sachpreise.
Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei den vielen Besuchern, den Spenden und auch für das Sitz - und Durchhaltevermögen.
Besuchen Sie das Döberner Heimatmuseum, jeden Sonntag von 15 - 17 Uhr!
Vorankündigung: zweite Rumpelkammer am 07.09.2026