Titel Logo
Forstkurier Amts- u. Informationsblatt VG Droyßiger-Zeitzer Forst
Ausgabe 1/2026
Gutenborn
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Dreschfestverein Loitzschütz feierte am Nikolaustag stimmungsvollen musikalischen Jahresabschluss 2025 - Premiere für neuen Kinderchor

Nachwuchs-Sänger Magnus Hahn gefiel mit dem Klassiker „Last Christmas“

Der gegen Blutkrebs kämpfende tapfere kleine Luis (Bildmitte) erhielt eine 500 Euro-Geldspende des Dreschfestvereins.

Der neu gegründete 9-köpfige Loitzschützer Kinderchor überzeugte mit großer Sangesfreude.

Vier Loitzschützer Männer und zwei Jungen bildeten auf die Länge eines Weihnachtsliedes einen Chor.

Loitzschütz/DFV. Die mit Lichterkette geschmückte Nordmanntanne leuchtete im Abenddunkel hell, bei Glühwein, Punsch und Gyros feierten Alt und Jung in Loitzschütz vor und in der Dorfhütte am Nikolaustag den stimmungsvollen Jahresabschluss 2025. Der veranstaltende Dreschfestverein kreierte erstmals in der Vorweihnachtszeit ein festliches musikalisches Programm, open air dargeboten vom neuen Loitzschützer Kinderchor mit dessen Leiterin Nadine Krämer sowie dem preisgekrönten Zeitzer Nachwuchssänger und Gitarristen Magnus Hahn. Auch die Präsenz des Nikolaus` war eine gelungene Premiere in Loitzschütz, zumal der "Weißbart", der auf einer Lanzbulldog, gefahren von Peter Kalb, anrollte und für jedes Kind allerlei Süßigkeiten in petto hatte.

Angekündigt von Vize-Vereinschef Tobias Frank eröffnete der neu gebildete Kinderchor, dem Lukas, Theodor, Linda, Marlene, Elisa, Lenia, Tessa, Pauline und Lina angehören, das Adventskonzert. Die Mädchen und Jungen hatten einen Monat zuvor jeweils sonntags mit Nadine Krämer fleißig geprobt und gingen es jetzt mutig mit gegenseitigem Abklatschen und dem Ruf "Wir sind Sänger!" an. Magnus Hahn begleitete den Chor dabei teilweise mit der Gitarre. Die 7 Mädchen und 2 Jungen boten ein sangesfreudiges und kurzweiliges Weihnachtslieder-Medley, das beim Publikum ankam, ja begeisterte. Ihr Repertoire reichte von Zuckowskis "In der Weihnachtsbäckerei" über "Schneeflöckchen Weißröckchen" (Nena), "Winterkinder" (Zuckowski) bis hin zu den Fest-Klassikern "O Du Fröhliche" und "Stille Nacht, heilige Nacht". Letzteres Lied erklang durch die drei Fünftklässlerinnen im Chor sogar solistisch, die zwei Chorknaben machten es ihnen bei "O Du Fröhliche" nach. Nadine Krämer bestätigte ihren Schützlingen danach "Steigerung von Probe zu Probe und ein tolles Finale" und deren Eltern: "Eure Kinder sind echt mega geil!". Bei den Chor-Kids kam eitel Freude auf, als sie von ihrer Leiterin, die zugleich Kassenwartin im Dreschfestverein ist, als Dankeschön für ihren überzeugenden Nikolaustag-Auftritt zu einem gemeinsamen "Kino-Besuch mit Popcorn und Cola" eingeladen wurden.

Das vorweihnachtliche Open-Air fand seine Fortsetzung und Krönung durch die Performance des Musik-Newcomers Magnus Hahn, der beim vorjährigem 34. Dreschfest bereits seine Spuren hinterlassen hatte. Der talentierte Sänger und Gitarrist, der zuweilen auch mit eigener Rock-Band auftritt und beim Zeitzer Zuckerfest Präsenz zeigt, war in Loitzschütz wieder gern gesehener Gast und gefiel mit gesanglicher Frische und Bandbreite sowie schon meisterlichem Gitarren-Sound. Zu den Höhepunkten seines Konzerts zählten u. a. die Darbietung des Rock-Klassikers "Knock ´on Heaven ´s Door" (Guns N´Roses) und des Weihnachts-Dauerhits "Last Christmas" (Wham). Nicht von ungefähr konnte sich der junge Musikant über lang anhaltenden Beifall und eine Einladung des Dreschfest-Vize als Bühnen-Act beim 35. Dreschfest (4. bis 6.9. 2026) in Loitzschütz freuen.

Dass der Dreschfestverein seine Tätigkeit auch und gerade unter dem Blick des gemeinnützigen Wirkens versteht und sieht, dafür steht dieses aktuelle Beispiel: Zu der vorweihnachtlichen Veranstaltung war auch der kleine Luis aus Geußnitz, der an Leukämie leidet, eingeladen. Der Junge, der mit seinem Vater und einer Tante erschien, erhielt aus der Hand des Vereinsvorsitzenden Christian Krämer einen Spendencheck in Höhe von 500 Euro. Möge diese Spende mit dazu beitragen, dass der kleine Luis, der sich tapfer Chemo-Therapien unterzieht, sehr bald wieder gesund wird! Übrigens: Wenngleich der rotberockte Alte in Loitzschütz seine süßen Nikolaustüten trotz großen Kinderandrangs doch nicht ganz los wurde, war guter Rat nicht teuer. Im Einvernehmen mit dem Dreschfest-Vereinsvorstand machte sich der Weißbart wenige Tage später in Kinderheime nach Zeitz und Weißenfels auf die Socken, um dort die restlichen prall gefüllten Nikolaus-Tüten zu verschenken.

Text: Reinhold, Fotos: N. Krämer/Reinhold