Titel Logo
Forstkurier Amts- u. Informationsblatt VG Droyßiger-Zeitzer Forst
Ausgabe 6/2026
Schulen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Fortbildungsreihe „Horte im Austausch“ im Hort Droßdorf

Die vom Jugendamt des Burgenlandkreises angebotene Fortbildung für pädagogische Fachkräfte aus Horteinrichtungen fand am 24. April 2026 das erste Mal in der Verbandsgemeinde Droyßiger Zeitzer Forst im Hort Droßdorf statt. Diese Veranstaltung bietet allen Teilnehmenden praktische Einblicke in den Alltag der jeweiligen Einrichtung, das Konzept und bestimmte fachliche Fragestellungen, wie zum Beispiel die sogenannte „offene Arbeit“.

Unser Team hatte mit der Begleitung durch Frau Buschhardt, pädagogische Fachberaterin für Kindereinrichtungen im Jugendamt, den Tag intensiv vorbereitet. So begrüßten wir an diesem Vormittag Fachkolleginnen aus Einrichtungen der VG Unstruttal, der Städte Teuchern, Weißenfels, Naumburg und Zeitz. Wir berichteten von unseren Werdegang von gruppenorientierter zu offener Arbeit. Alles begann vor zwei Jahrzehnten mit der Vision, unseren Hort zu einem Ort zu machen, an dem Kinder in einer anregenden und sicheren Umgebung ihre Freizeit selbstbestimmt verbringen.

Unsere Gäste erfuhren, von unseren Herausforderungen und Erfolgen und wie wir das offene Konzept in unseren örtlichen Gegebenheiten umsetzen. Wichtig für das Gelingen sind vor allem ein starkes Team mit gemeinsamen Werten, eine offene, wertschätzende Kommunikation und regelmäßige Reflexion. Dabei begleitet und stärkt uns das Wissen darüber, dass der Weg ein Prozess ist. Wie bei allen neuen Dingen brauchte es auch für uns den Mut, einfach loszulaufen, Wege auszuprobieren, zu verwerfen, in Bewegung zu bleiben. Uns motiviert die Beobachtung, dass „offene Arbeit“ einen für die Kinder wichtigen Gegenpol zum meist fremdbestimmten Schulalltag darstellt. Dabei bedeutet „offene Arbeit“ für uns, dass sie ihre Spiel-, Erfahrungs- sowie Lernräume selbstbestimmt und frei wählen können. So regulieren sich die Mädchen und Jungen selbst und merken zunehmend, was sie brauchen. Dies erhöht bei ihnen spürbar die Zufriedenheit und ihre Selbstwirksamkeit. Sie können sich leichter für Angebote öffnen und setzen eigene Spielideen mit ihren Freunden um. Außerdem beziehen wir sie bei Entscheidungsprozessen aktiv mit ein. Für Angebote am Nachmittag oder bei der Feriengestaltung werden die Wünsche und Ideen der Kinder erfragt und soweit machbar mit umgesetzt. Unser Kinderrat berät sich regelmäßig mit der Hortleiterin und leitet Sorgen und Wünsche sowie Absprachen zwischen Erzieherteam und Kindern weiter.

Im Anschluss an einen Rundgang durch das Hortgebäude und über unser großzügiges Außengelände fand ein reger Austausch zu Chancen, Herausforderungen und praktischen Erfahrungen in der offenen Arbeit zwischen Teilnehmer- und Gastgeberinnen statt. Reges Interesse rief beispielsweise unsere Art der Kommunikation im Innen- und Außengelände über Walki Talkies oder das Umsetzen von Hausaufgabenbetreuung, Neigungsangeboten, der Raumnutzung und Partizipation hervor. Dabei ließen wir uns den von unseren Hortkindern selbst gebackenen Selterskuchen mit Zitronenguss und bunten Zuckerstreuseln schmecken. Die Rückmeldung an die Kinder darüber, wie gut er allen geschmeckt hatte, sorgte für große Freude und schenkte den Kindern eine positive Erfahrung, für andere etwas zu tun. Eine Einrichtung aus Deuben/Teuchern nutzte sogleich die Chance auf einen vertiefenden Austausch und vereinbarte ein Folgegespräch. In der Abschlussrunde erhielten wir tolles Feedback wie z.B. : „Weiter so!“ oder „Ein leeres Regal für Bauwerke, das nehme ich mit!“, von den Teilnehmerinnen.

Das war für uns alle eine sehr gelungene Veranstaltung und sie hat bewiesen, wie wichtig solche Austauschmöglichkeiten sind.

Team Hort Droßdorf