Im ersten Halbjahr 2026 standen in der Gemeinde Droyßig vor allem der Gemeindehaushalt, zahlreiche Bau- und Infrastrukturmaßnahmen und Fragen der Ordnung und Sicherheit im Mittelpunkt. Die folgenden Schwerpunkte fassen die wesentlichen Entwicklungen aus den Berichten des Bürgermeisters an den Gemeinderat zu wichtigen Gemeindeangelegenheiten von Januar bis Juni 2026 zusammen.
Finanzen und Verwaltung
Das erste Halbjahr war haushaltsseitig von intensiver Abstimmung mit der Kommunalaufsicht geprägt. Das ursprüngliche Genehmigungsverfahren für den Haushalt 2026 musste zunächst zurückgezogen und unter Berücksichtigung veränderter Ansätze, insbesondere bei Schlüsselzuweisungen und Transferleistungen, überarbeitet werden. Nach erneuter Befassung des Gemeinderates und einer weiteren Anhörung wurde der Haushalt am 9. März 2026 genehmigt; zugleich wurde eine haushaltswirtschaftliche Sperre in Höhe von 53.700 Euro bis Ende Mai verfügt.
Auch personell gab es wichtige Entwicklungen. Mit Beginn des Jahres wurde eine geförderte, befristete Teilzeitstelle zur Jugendkoordination neu besetzt, zugleich wurden weitere Stellen im Bundesfreiwilligendienst geschaffen. Besonders in den Bereichen Jugendarbeit, Umweltschutz, Heimatpflege und Tierpflege konnte darüber die personelle Unterstützung im Verlauf des Halbjahres weiter ausgebaut werden.
Bauen, Wohnen und Infrastruktur
Im Bereich Bau und Liegenschaften wurden zahlreiche Vorhaben vorangebracht. Die Komplettsanierung einer Wohnung in Hassel 27 konnte im Frühjahr abgeschlossen und die Wohnung wieder bezogen werden; für eine Badsanierung in der gleichen Liegenschaft liefen zuletzt noch die Angebotseinholungen. Auch im Kavaliersgebäude wurden wesentliche Fortschritte erzielt: Die Zusammenlegung von zwei Wohnungen im Dachgeschoss zu einer großen familiengerechten Wohnung konnte im Mai abgeschlossen werden, der Zuzug einer Familie in diese Wohnung erfolgte zum 1. Juni.
Weitere Schwerpunkte lagen auf der Verbesserung kommunaler Infrastruktur. Die Erschließung des neuen Wohnungsbaugebietes am Döschwitzer Weg erfolgte im 2. Quartal und auch der Straßenbau im Quesnitzer Weg wurde nach leichten Verzögerungen Ende Mai begonnen. Für den Ausbau der nördlichen Schlossstraße erfolgte die frühzeitige Bürgerbeteiligung und die Beauftragung der weiteren Planungsleistungen; der Baubeginn ist hier für das Frühjahr 2027 geplant. Daneben wurden unter anderem die Treppe zum Bühnenhäuschen, die Außenbeleuchtung am Bauhof, Teile der Beleuchtung im Schlosspark sowie weitere Stellplätze hinter dem Kavaliershaus umgesetzt bzw. fertiggestellt.
Ein weiteres zentrales Thema war die technische und energetische Entwicklung kommunaler Anlagen. Die Photovoltaikanlage auf dem Sportplatz befand sich über mehrere Monate in Bearbeitung und war im Juni baulich abgeschlossen, auch wenn Übergabe und Anmeldung noch ausstanden. Zudem wurde die Ausschreibung für Photovoltaik auf Bauhof und Feuerwehr vorbereitet und die Installation von zwei E-Ladeplätzen am Objekt Markt 6b mit den Stadtwerken abgestimmt.
Gleichzeitig blieben eine Reihe offener Aufgaben bestehen. Dazu gehörten unter anderem Restmängel im Glasfaserausbau, die Reparatur der Lüftung in der Schlossgaststätte, die Erneuerung der Absturzsicherung an einer Brücke über den Hasselbach, die Sanierung der Sanitäranlagen im Sportlerheim sowie verschiedene Maßnahmen an gemeindlichen Mietobjekten.
Ordnung, Sicherheit und Verkehr
Auch Fragen der Ordnung und Sicherheit nahmen breiten Raum ein. Bereits zu Jahresbeginn mussten Verkehrsregelungen für Geschwindigkeitsbeschränkungen und Parkverbote vorbereitet und umgesetzt werden. Ein wiederkehrendes Anliegen war die beantragte Geschwindigkeitsbegrenzung in Hassel im Bereich des Spielplatzes. Nachdem über mehrere Monate keine Stellungnahme des Burgenlandkreises vorlag und das Anliegen wiederholt angemahnt wurde, konnte die 30-km/h-Regelung im Juni schließlich umgesetzt werden.
Weitere Maßnahmen betrafen die Verkehrssicherheit und öffentliche Ordnung. Ein Geschwindigkeitsmessgerät wurde befristet in der Wilhelm Kritzinger Straße installiert, Park- und Verkehrsbeschilderungen wurden ergänzt oder nachgebessert, und zahlreiche Baumpflegemaßnahmen zur Gefahrenabwehr haben stattgefunden, insbesondere im Bereich des Schlossparks.
Besonders herausfordernd war Ende Januar ein SEK-Einsatz in Weißenborn. Dabei wurden gefährliche Stoffe sichergestellt, Nachbarhäuser evakuiert und betroffene Bewohnerinnen und Bewohner über mehrere Stunden in gemeindlichen Räumen versorgt. Darüber hinaus beschäftigten die Gemeinde unter anderem Probleme beim Winterdienst sowie Fragen der Verkehrssicherung, etwa am Tempelteich.
Natur, Umwelt und öffentliche Räume
Das Halbjahr zeigte auch, wie stark die Gemeinde in die Pflege und Entwicklung öffentlicher Räume investiert. Über den Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland konnten neue Förderanträge gestellt werden, um die Erneuerung der Waldlehrpfad-Beschilderung und den Baumverschnitt im Schlosspark zu unterstützen. Es wurden neue Bänke an Bushaltestellen und im Schlosspark aufgestellt sowie zusätzliche Maßnahmen zur Pflege und Beleuchtung des Parks veranlasst.
Zudem wurden Themen der nachhaltigen Entwicklung stärker sichtbar. Eine erste Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung und zu einem möglichen Nahwärmenetz stieß auf gutes Interesse in der Bürgerschaft. Parallel liefen Vorbereitungen für Förderprogramme, etwa für die Sanierung von Bushaltestellen – beginnend ab 2027 in Weißenborn, sowie Überlegungen zu digitalen Angeboten für die Gemeinde.
Gemeindeleben und gesellschaftliche Themen
Neben Verwaltung und Bauprojekten prägten zahlreiche Aktivitäten das gesellschaftliche Leben in Droyßig und den Ortsteilen. Das Treffen mit den Vereinen zur Jahresplanung, die Frauentagsfeier, Osterfeuer und Ostereiersuche im Schlosspark, die Droyßiger Buchmesse, die Maibaumfeste in Weißenborn und Droyßig und das Schlossfest zeigten ein reges Miteinander und großes ehrenamtliches Engagement. Auch die neue Ausstellung des Heimatvereins sowie die zum Schlossfest eingeweihte Ehrentafel für verdiente Persönlichkeiten der Gemeinde unterstreichen die Bedeutung von Heimatpflege und Erinnerungskultur.
Darüber hinaus wurden mehrere gesellschaftspolitische Themen angestoßen. So fand im Juni die Wahl zum Kinder- und Jugendrat der Gemeinde statt und mit der Verleihung des Prädikats für Seniorenfreundlichen Service durch den Kreisseniorenbeirat an zwei Einrichtungen vor Ort wurde das Engagement für ältere Bürgerinnen und Bürger sichtbar gewürdigt.
Ausblick
Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 zeigte sich die Gemeinde Droyßig in vielen Bereichen in Bewegung. Zahlreiche Vorhaben konnten abgeschlossen oder deutlich vorangebracht werden, zugleich bleiben verschiedene Projekte, Abstimmungen und Unterhaltungsmaßnahmen in der weiteren Bearbeitung. Für die zweite Jahreshälfte werden insbesondere die Fortsetzung laufender Bauvorhaben, die finanzielle Stabilisierung, Fragen der Verkehrssicherheit sowie die weitere Entwicklung des gemeindlichen Lebens wichtige Aufgaben bleiben.
Ich wünschen Ihnen im Namen des Gemeinderates einen erholsamen Sommer, schöne Ferienerlebnisse und verbleibe
Mit besten Grüßen
Ihr Bürgermeister