Meine tägliche Runde führt mich immer irgendwo ins Dorf, ob runter oder hoch, je nachdem wohin die Nase will. Zurzeit geht sie meist ins Oberdorf, da seit dem 27.12. ein Jungschwan
auf den kleinen Teich ein vorüber gehendes Zuhause gefunden hat. Ich nenne ihn einfach mal Agathe, weiß aber nicht ob es ein Männlein oder Weiblein ist, da das Geschlecht schwer zu bestimmen ist. Agathe fühlt sich sehr wohl auf dem Wasser, Tierliebhaber stellen ihr einen roten Napf mit Körnern zum fressen hin, den Agathe auch dankend annimmt, wie man im Schnee sieht, wenn Agathe barfuß am Rand watschelt. Sie ist ein sehr guter Zuschauer und betrachtet die Leute die stehen bleiben., hat auch keine Angst oder das sie flüchten will.
Ein Stückchen davor gibt es noch eine nette Familie die für Tiere ein großes Herz haben. Sie haben einem Streuner, der sonst nebenan in der verfallenen Scheune gewohnt hat, ein Zuhause gegeben. Sie zimmerten eine große Holzkiste als Unterschlupf für sie und geben ihr Futter. Die 2 großen Hunde die mit im Haus wohnen, stören sie offensichtlich nicht, denn sie hat das Winterquartier und das Futter dankend angenommen. Vielen lieben Dank für so eine Herztierliebe.
Aber es gibt dann noch solche Tierliebhaber, die mit ihren vierbeinigen Lieblingen zwar Gassi gehen, aber die Tretminen liegen lassen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die kleine Wiese an der Mauer vor dem Riemerhof. Nach der Schneeschmelze ist das besonders gut zu sehen. Obwohl das nächste Hundeklo nur 100m weiter weg an den Waldeckern steht. Das ist sehr traurig, dass es immer wieder solche tierliebenden Menschen gibt, wenn jeder diese gewissen Häufchen beseitigen würde, wäre unser Dorf schöner.
Leider muss ich auch berichten, dass seit dem 30.12.25 unsere Hauptstraße zu einer Schlitterbahn umfunktioniert worden ist. Manche Tage konnte man das eigene Grundstück nicht mehr verlassen. Und wie es aussieht hält die Kälte noch ne Weile an, denn Tauwetter ist nicht in Sicht. Wenn es solch eine extreme Situation ist, kann man dann nicht doch mal Salz streuen und den Matsch runter schieben. Die Straße hat eh ziemlich von den Strippenziehern der Telekom gelitten. Jetzt werden viele Dürrröhrsdorfer bestimmt sagen, „Was will denn die, unsere Nebenstraßen sehen doch genauso aus!“ Aber da muss ich wieder dagegenhalten, dass sich dort fast überall ein Fußweg angrenzt, der von den Einwohnern freigehalten wird. Wir haben nur den Straßengraben oder ab und zu das Schnittgerinne, welches man aber auch nicht mehr so betreten kann, da sich dort die Eisklumpen vom Schneeschieben festgesetzt haben. Zudem sind die Grundstücksausfahrten kreuzgefährlich, dort bleibt kein Splitt Körnchen liegen. Auch muss man dann noch auf die Autofahrer aufpassen, die trotz der Glätte noch richtig aufdrehen und sich nicht der Situation bei der Glätte im klaren sind. Da drehen schon mal die Räder durch oder man kreiselt auf der Straße. Am 3.1.26 konnte ich das Grundstück Dank des kleinen Schneefall wieder verlassen um nach Agathe zu schauen. Sie hat die Silvesternacht gut überstanden.
Noch etwas mehr Entspannung brachte uns dann das Tief Elli, da konnte man die Straße wieder sehr gut belaufen. Viele werden über den Schnee schimpfen, aber was hab ihr denn, es ist doch nur ein kleiner piepsiger Winter, früher waren die alle so. Jetzt ist man verwöhnt, weil nichts mehr runterkommt. Und wenn, dann machen die Medien alles verrückt, bei 1cm Schnee ist schon Katastrophe. Und dann wird gejammert was das Streugut wieder kosten tut. Aber von Jahr zu Jahr wurde ja immer weniger eingelagert, und wenn man es doch mal wieder braucht, dann ist großes Geschrei. Den letzten richtigen Winter hier gab es 2010 da hat man schaufeln müssen.
Das waren meine Beobachtungen und ich hoffe das es einige unter euch gibt, die es auch so sehen.