aktuell werden im, für unsere Region zuständigen Verkehrsverbund, dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe Gespräche über Kürzungen der Leistungen im Öffentlichen Personennahverkehr geführt.
Hintergrund ist eine Gerichtsentscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 19. März 2026, welche die gesetzliche Deckelung der Trassenpreise im Schienenpersonennahverkehr für nichtig erklärte. Dadurch drohen allein für die Region unseres Verbandes Mehrkosten von 8,8 Millionen Euro für dieses Jahr, Tendenz steigend. Geld, welches in keiner Kalkulation enthalten ist. In der Diskussion steht daher, neben Kürzungen im S-Bahn Bereich im Großraum Dresden/Pirna, auch eine Abbestellung des Zugverkehrs der Regionalbahn 71, das heißt die Streichung unserer Zugverbindung Pirna/Neustadt/Sebnitz. Ein solcher Schritt wäre, nach meiner Meinung, ein weiteres fatales Zeichen in Richtung Abhängen des ländlichen Raums und kontraproduktiv zum Ziel der Schaffung gleichartiger Lebensverhältnisse. Die Existenz und Bedienung dieser Strecke hat eine hohe Bedeutung für unsere Mobilität, für den Schülerverkehr und auch die touristische Erschließung der Sächsischen Schweiz bis hin in unser Nachbarland. Die aktuell noch laufende Sanierung der Route durch die Deutsche Bahn erfolgt sicherlich auch unter dem Blickwinkel der Zukunftsfähigkeit und -notwendigkeit dieser Verbindung. Ansonsten sprächen wir von einem klassischen Schildbürgerstreich, leider nicht ausgeschlossen.
Wichtig erscheint mir, vielfältige Initiativen für den Erhalt unserer Bahnstrecke, wie Protestbriefe, Petitionen usw. zu starten und zu unterstützen. Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen verabreden sich gerade, um miteinander politischen Druck aufzubauen und mit gemeinsamer Stimme zu sprechen.
Bitte unterstützen Sie uns in diesem Bemühen für den Erhalt eines Puzzleteils unserer attraktiven Region.