Quelle: Gedenkstätte Roter Ochse Halle/Saale
„Jugendhäuser“ waren Gefängnisse für jugendliche Straftäter in der DDR. Die Ausstellung informiert auf 16 Tafeln anschaulich und allgemeinverständlich über das Geschehen hinter den Gefängnismauern und gibt Einblicke in den Haftalltag der Jugendhäuser in Halle, Hohenleuben, Dessau und Torgau. Die Haft war durch strikten Tagesablauf, Zwangsarbeit, militärischen Drill und Drangsalierung, aber auch durch Eigensinn der Inhaftierten gekennzeichnet. Machtmissbrauch durch Bedienstete und die oft mit brutaler Gewalt durchgesetzte Häftlingshierarchie konterkarierten den offiziellen Erziehungsanspruch. Zahlreiche Fotos und schriftliche Zeugnisse damaliger Häftlinge geben sehr persönliche Einblicke in das Leben der jungen Frauen und Männer hinter Stacheldraht und Gittern.
Die Ausstellung wurde vom Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle erarbeitet in Kooperation mit: Gedenkstätte Roter Ochse Halle, Erinnerungsort Torgau, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk".
Finanziert wurde die Ausstellung von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Eröffnungsveranstaltung: 16. November 2026 um 17 Uhr mit Vortrag von Niklas Poppe, Mitarbeiter der Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale)
Die Ausstellung kann vom 17. – 26. November an den Wochentagen Dienstag bis Donnerstag im Zeitraum 14 – 18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr) besucht werden.
Ort: Stadtarchiv/Zwischenarchiv Dessau-Roßlau, Lange Gasse 22
Eintritt frei