Gewalt gegen Frauen findet nicht nur hinter verschlossenen Türen statt. Sie kann auch dort sichtbar werden, wo Betroffene eigentlich Schutz erwarten: bei Behörden, Gerichten und anderen staatlichen Institutionen.
Am 6. November 2026 laden der Facharbeitskreis gegen Gewalt[1] und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dessau-Roßlau um 17 Uhr zu einer Lesung mit einem anschließenden Austausch ein:
Asha Hedayati liest in der Stadtbibliothek Dessau-Roßlau aus ihrem Buch „Die stille Gewalt – Wie der Staat Frauen allein lässt“. Darin beschreibt die Rechtsanwältin, warum Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind, in Deutschland häufig nicht den Schutz erfahren, den sie benötigen.
Sie spricht über die strukturellen Probleme im Umgang mit Gewalt gegen Frauen und darüber, was sich verändern muss, damit staatliche Institutionen ihrem Schutzauftrag tatsächlich gerecht werden.
Asha Hedayati arbeitet seit fast zehn Jahren als Rechtsanwältin im Familienrecht und vertritt schwerpunktmäßig gewaltbetroffene Frauen. Darüber hinaus bildet sie Fachkräfte aus Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen aus und lehrt Familienrecht sowie Kinder- und Jugendhilferecht.
Im Anschluss an die Lesung ist eine Gesprächsrunde mit lokalen Akteure und Akteurinnen geplant, um über die Situation vor Ort und ihren Hilfestrukturen zu sprechen.
| Buch: | „Die stille Gewalt – Wie der Staat Frauen alleinlässt“ |
| Datum: | 6. November 2026 |
| Ort: | Stadtbibliothek Dessau-Roßlau |
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten unter: gleichstellungsbuero@dessau-rosslau.de
[1] Dem Facharbeitskreis gehören die Opferschutzbeauftragten der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau, die Interventionsstelle Häusliche Gewalt und Stalking, Wildwasser Dessau e. V., das Frauenhaus sowie die ambulante Beratungsstelle des Frauenhauses, der Soziale Dienst der Justiz, die Fachstelle Täterarbeit, der WEISSE RING e. V. und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dessau-Roßlau an.