Wenn Hecken Grenzen testen – eine Lektion für Agnes
An einem frostigen Februarmorgen schnappte sich Agnes die Heckenschere. „Endlich!“, murmelte sie, „jetzt muss ich meine Hecke bis zum Bordstein zurückschneiden, bevor das Verbot losgeht.“
Von nebenan lugte Gisbert über den Zaun. „Agnes, stopp mal! Bevor du alles kahl machst: Weißt du, wo deine Grundstücksgrenze verläuft?
Agnes zog die Augenbraue hoch. „Na ja… die Straße endet doch am Bordstein, oder?“
Gisbert schnaubte. „Nicht so schnell! Deine Grenze kann entlang der gesamten Straße ein paar Zentimeter oder sogar Meter hinter dem Bordstein liegen. Schneidest du unbedacht, ragt deine Hecke trotzdem noch in den Straßenraum – genau dort, wo Müllabfuhr, LKWs und Busse elegant durchbrausen. Und vergiss nicht: In Kurven kann eine überstehende Hecke die Sicht blockieren – und plötzlich wird der Spaziergang auf dem Gehweg zum Hindernisparcours.“
Agnes seufzte. „Also: Grundstücksgrenze prüfen, Fahrwege, Rad- und Gehwege freihalten – Kurven besonders beachten – und alles noch vor dem 1. März.“
„Genau!“, nickte Gisbert weise. „Danach beginnt der Verbotszeiraum bis Ende September – da sind radikale Schnitte tabu. Formschnitt geht, aber sonst: Finger weg! Sonst gibt’s Ärger von den gefiederten Nachbarn.“
Am Ende des Tages stand Agnes zufrieden vor ihrer akkurat gestutzten Hecke. Wege frei, Müllautos glücklich – die Straße wirkte sicherer und übersichtlicher als zuvor.
„Danke, Schlaumeier!“, rief Agnes. „Ohne dich hätte ich wohl eine grüne Falle für die Müllabfuhr gebaut.“
Gisbert zwinkerte. „Immer gern, Agnes. Merke: Wer die Hecke schneidet, schneidet richtig – entlang der ganzen Grenze! Sonst wird sie selbst zum Hindernis.“